Spaziergänge und Wanderungen

Spaziergänge und Wanderungen haben eine günstige Wirkung auf das seelische und körperliche Befinden. Man hat danach das Gefühl, etwas für sich getan zu haben, der Kreislauf kommt in Gang. Spaziergänge stellen an die Wirbelsäule geringere Anforderungen als die oben besprochenen Sportarten. Im Allgemeinen dürfte auch eine stärker vorgeschädigte Wirbelsäule einen längeren Spaziergang vertragen.

Tipps:
Legen Sie Pausen ein. Benutzen Sie einen Wanderstock, da ein Teil des Körpergewichtes auf den Stock übertragen wird. Vermeiden Sie es, einen großen Rucksack mitzunehmen, da dessen Gewicht die Wirbelsäule zusätzlich beansprucht. Tragen sie geeignetes, dämpfendes Schuhwerk.
Bei einem ausgeprägten Hohlkreuz oder einem Verschleiß der kleinen Wirbelgelenke können jedoch nach einer mehrstündigen Wanderung Rückenschmerzen entstehen. Sie ziehen von der unteren Lendenwirbelsäule in das Becken. Durch die gleichförmige Belastung und das Gewicht des Oberkörpers erhöht sich der Druck in den Wirbelgelenken, die sich mit Schmerzen und der reflektorischen Anspannung der Muskulatur bemerkbar machen.

Diese Beschwerden sind kein Grund, völlig auf jegliche Bewegung zu verzichten. Die Gehstrecke sollte auf ein individuell zuträgliches Maß begrenzt werden. Tragen Sie geeignete Schuhe, die die Belastung der Wirbelsäule reduzieren.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 20.04.2011
  • Autor/in: vitanet.de; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin.
  • Quellen: www.leitlinien.net : Bandscheibenbedingte Ischialgie, Stand April 2002
  • www.orthopaede.com : Wirbelsäule