Schwimmen

Im Wasser wird dem Körper ein großer Teil seines Gewichtes durch den Auftrieb abgenommen. Die therapeutische Anwendung der Bewegungsbäder beruht auf dieser Entlastung und der muskulären Entspannung im warmen Wasser. Beim Schwimmen bewegen wir unsere Gelenke ohne das Körpergewicht und verbessern den Stoffwechsel.

Zwischen Rücken- und Brustschwimmen bestehen jedoch aus orthopädischer Sicht gravierende Unterschiede. Das Rückenschwimmen gleicht die Lendenhohlschwingung (Lordose) aus und vergrößert den Abstand zwischen den kleinen Wirbelgelenken, die sich in dieser Entlastungshaltung erholen können. Bei vorgeschädigter Wirbelsäule kann das Brustschwimmen die Beschwerden verstärken. Die Lendenhohlschwingung nimmt zu, der Bandscheibenkern verlagert sich, der Druck in den kleinen Wirbelgelenken steigt.

Sie müssen selbst ausprobieren, ob Sie das Brustschwimmen vertragen. Patienten mit einer starken Wirbelsäulenabnutzung kann allgemein davon abgeraten werden. Zumindest sollten Sie nicht einseitig nur Brustschwimmen betreiben, sondern zwischendurch in die Rückenlage wechseln.
Info
Thermalbäder sind häufig so gebaut, dass ein längeres Schwimmen gar nicht möglich ist. Man läuft im Wasser, genießt die Schwerelosigkeit und nutzt die vielfältigen zusätzlichen Angebote (Unterwassermassage, Whirl-Pool, Wasserfälle). In vielen Thermalbädern wird eine regelmäßige Gymnastik angeboten, die die Teilnehmer kaum überfordert, da nur eine geringe Leistungsfähigkeit vorausgesetzt wird.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 20.04.2011
  • Autor/in: vitanet.de; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin.
  • Quellen: www.leitlinien.net : Bandscheibenbedingte Ischialgie, Stand April 2002
  • www.orthopaede.com : Wirbelsäule