Die Wirbelkörper und das Rückenmark

Die äußeren Begrenzungen der Wirbelkörper bestehen aus festen Rindenknochen (Kortikalis). Dazwischen befindet sich der sogenannte Schwammknochen (Spongiosa), der aus vielen kleinen Verästelungen, den Knochenbälkchen, besteht.

Diese Konstruktion sorgt für eine hohe Stabilität bei niedrigem Gewicht. Die Hohlräume zwischen den Knochenbälkchen sind mit dem Knochenmark ausgefüllt, das Gewebe enthält, in dem Blutkörperchen gebildet werden. Auf der Rückseite der Wirbelkörper bilden sich durch knöcherne Ausläufer des Wirbelbogens die beiden Querfortsätze und der Dornfortsatz.
Rückenbeschwerden Grafik: Wirbelkörper, Ansicht seitlich und von oben © vitapublic GmbHWirbelkörper von der Seite und von oben.
Die knöchernen Ringe aller Wirbelkörper bilden den sogenannten Wirbelkanal, der das Rückenmark schützt. Dort, wo die Wirbelbögen miteinander in Kontakt stehen, haben sich mit Knorpel überzogene Gelenke gebildet, und zwar je zwei an den Ober- und Unterseiten. Durch diese vielen Gelenke können die Bewegungen der Wirbelsäule sehr fein abgestimmt werden.

Das Rückenmark

Rückenbeschwerden Wirbelkörper © vitapublic GmbHLage des Rückenmarks und Austritt der Nervenwurzeln.
Das Rückenmark ist ein Teil des zentralen Nervensystems und sozusagen eine Fortsetzung des Gehirns. Vom Rückenmark gehen Nervenfasern aus, die Bündel bilden und Nervenwurzeln genannt werden.

Genauso wie das Rückenmark werden auch die Nervenwurzeln von einer harten Haut (Dura mater) umhüllt. Außerdem werden Rückenmark und Nervenwurzeln wie das Gehirn von einer Flüssigkeit (Liquor) umspült, das einen zusätzlichen Schutz bietet.

Da das Rückenmark kürzer ist als die Wirbelsäule, treten die Nervenwurzeln im Lendenwirbelsäulenbereich tiefer aus als ihr Abgang aus dem Rückenmark. Das Rückenmark endet bei erwachsenen Menschen in Höhe des ersten oder zweiten Lendenwirbelkörpers. Im Gegensatz zum Hals- und Brustwirbelkanal wird der größte Teil des Lendenwirbelkanals daher nur noch von Nervenfasern und nicht mehr vom Rückenmark ausgefüllt. Die Nervenwurzeln verlassen den Wirbelkanal durch Zwischenwirbellöcher. Mehrere Nervenwurzeln vereinigen sich dann zu großen Nerven, zum Beispiel zum Ischias Nerv (Nervus ischiadicus).
Autoren und Quellen Aktualisiert: 20.04.2011
  • Autor/in: vitanet.de; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin.
  • Quellen: www.leitlinien.net : Bandscheibenbedingte Ischialgie, Stand April 2002
  • www.orthopaede.com : Wirbelsäule
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