Basistherapeutika bei rheumatoider Arthritis: Leflunomid

Leflunomid gehört zu den Basistherapeutika gegen die rheumatoide Arthritis (chronische Polyarthritis, Rheuma). Das Medikament wird in Tablettenform verabreicht.

Wirkungsweise

Leflunomid hemmt Entzündungszellen (aktivierte Lymphozyten) und verlangsamt die Wucherung der Gelenkinnenhaut. Hierdurch wird das Fortschreiten der Krankheit verzögert.

Behandlungsdauer

Leflunomid wird als Dauertherapie eingesetzt. Mit einem Wirkungseintritt ist nach vier bis sechs Wochen zu rechnen. Wenn nach vier Monaten keine Besserung eingetreten ist, sollte die Therapie überprüft werden.

Nebenwirkungen

Häufige Nebenwirkungen sind Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, Durchfall, Kopfschmerzen, Müdigkeit, Haarausfall und Hautrötungen. Problematischer sind Nebenwirkungen, die die Leber oder das blutbildende System betreffen. Der behandelnde Arzt kontrolliert daher zunächst alle zwei, ab dem sechsten Monat alle vier bis acht Wochen die Blutwerte.

Kontraindikationen und Wechselwirkungen

Während einer Schwangerschaft und in der Stillzeit darf das Medikament nicht gegeben werden. Auch Männer sollten unter der Behandlung zuverlässig verhüten. Patienten mit schweren Immundefekten sollten nicht mit Leflunomid behandelt werden. Die gleichzeitige Einnahme von Aktivkohle (zum Beispiel um den als Nebenwirkung auftretenden Durchfall zu behandeln!) kann die Wirkung des Medikaments beeinträchtigen. Auf eine Impfung mit Lebendimpfstoffen sollte verzichtet werden. Alkohol sollte während der Behandlung vermieden werden.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 07.11.2012
  • Autor/in: Dr. med. Silke Brüggemann, MSc, Fachärztin für Orthopädie und Medizinjournalistin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin;
  • Quellen: Interdisziplinäre Leitlinie: Management der frühen rheumatoiden Arthritis (2011)
  • D’Aura Swanson et al.: Tyrosine kinases as targets for the treatment of rheumatoid arthritis (2009)