Basistherapeutika bei rheumatoider Arthritis: Immunsuppressiva
Immunsuppressiva gehören zu den Basistherapeutika bei der rheumatoiden Arthritis (chronische Polyarthritis, Rheuma).
Zu den Immunsuppressiva zählen die Medikamente:
- Azathioprin
- Ciclosporin
- Cyclophosphamid
Bei der Therapie der rheumatoiden Arthritis werden diese Medikamente nur in Tablettenform eingesetzt.
Wirkungsweise
Immunsuppressiva wirken dadurch, dass sie das Immunsystem schwächen, das sich bei der rheumatoiden Arthritis irrtümlich gegen den eigenen Körper richtet.
Behandlungsdauer
Immunsuppressiva werden als Dauertherapie eingesetzt. Mit einer Wirkung ist erst nach drei bis sechs Monaten zu rechnen. Wenn nach sechs Monaten keine Besserung eingetreten ist, sollte die Therapie überprüft werden.
Nebenwirkungen
Häufige Nebenwirkungen einer Basistherapie mit Immunsuppressiva sind Übelkeit, Erbrechen und Durchfall. Problematischer sind Nebenwirkungen, die Nieren, Leber oder das blutbildende System betreffen. Der behandelnde Arzt kontrolliert daher zunächst alle ein bis zwei Wochen, ab dem dritten Monat alle vier Wochen Blut und Urin. Außerdem sind die Patienten anfälliger für Infektionen. Darüber hinaus können Bluthochdruck (Ciclosporin) und Auwirkungen auf den Blutzuckerspiegel unter der Therapie auftreten. Die meisten Nebenwirkungen lassen nach dem Absetzen des Medikaments wieder nach.
Kontraindikationen und Wechselwirkungen
Frauen, die Immunsuppressiva einnehmen, sollten nicht schwanger werden, da die Medikamente das ungeborene Kind schädigen könnten. In schwerwiegenden Fällen kann ausnahmsweise eine Weiterbehandlung mit niedrigdosiertem Azathioprin oder Ciclosporin in der Schwangerschaft in Erwägung gezogen werden. Männer sollten unter Cyclophosphamidtherapie kein Kind zeugen. Während einer Behandlung mit Ciclosporin dürfen keine Impfungen durchgeführt werden. Nach Absetzen von Azathioprin kann es zu einem erneuten Krankheitsschub kommen.





