Lexikon: Rheumatoide Arthritis (chronische Polyarthritis, Rheuma)

  • Kriterien des amerikanisch rheumatologischen Colleges zur Einteilung und Feststellung rheumatischer Erkrankungen.
  • Eiweißstoffe im Blut, die bei akuten Entzündungen bzw. in der akuten Phase chronischer Entzündungen entstehen.
  • Abk. für antinukleäre Antikörper
  • Schmerzmittel; eingeteilt in Opioide (siehe dort) und Nicht-Opioide.
  • Substanz, die das Immunsystem als fremd erkennt. Dabei kann es sich um Mikroorganismen oder Teile von ihnen handeln, aber auch um einzelne Moleküle. Der Kontakt mit einem Antigen führt zur Aktivierung von Abwehrzellen und zur Bildung von Antikörpern.
  • Bestandteile des körpereigenen Immunsystems, die von speziellen weißen Blutzellen (B-Zellen) gebildet werden. Antikörper (Immunglobuline) sind in der Lage, bestimmte „körperfremde“ Strukturen (Antigene) auf der Oberfläche von Zellen zu erkennen und daran anzudocken. Dadurch sind diese Zellen markiert und sichtbar für die Killerzellen des Immunsystems.
  • Antikörper, die gegen den Kern körpereigener Zellen gerichtet sind und so Störungen der Zellfunktion bewirken können
  • Abk. NSAR; Medikamente mit entzündungshemmender Wirkung
  • Gelenkentzündung unterschiedlichster Ursache, beispielsweise infektionsbedingt. Ist von der degenerativen Arthrose abzugrenzen.
  • Schädigung oder Zerstörung eines Gelenks durch Abnutzung.
  • Gelenksonografie; Untersuchung von Gelenken durch Ultraschall
  • Antikörper, die durch eine Fehlfunktion des Immunsystems gegen körpereigene Stoffe gerichtet sind und so zu Autoimmunkrankheiten führen
  • Krankheiten, bei denen Autoantikörper produziert werden, wodurch Entzündungen in verschiedenen Organen entstehen.
  • Medikament, das direkt den Verlauf der rheumatoiden Arthritis beeinflusst, indem es den Entzündungsprozess verlangsamt
  • Medikamentenklasse, die gentechnisch körpereigene Stoffe wie beispielsweise Antikörper (siehe dort) kopiert.
  • auch: Erythrozytensedimentationsrate (ESR); ein unspezifischer Suchtest bei entzündlichen Erkrankungen, der die Geschwindigkeit, mit der Blutzellen in einer Blutprobe absinken, misst. Erhöhte Werte sind ein Anzeichen für eine Entzündung.
  • Ein in der Leber gebildeter Eiweißstoff, den man der Gruppe der sogenannten Akute-Phase-Proteinen zuordnet. Bei entzündlichen Erkrankungen ist das unspezifische CRP im Blutserum erhöht. Sein Anstieg kann auch über den Schweregrad einer Erkrankung Auskunft geben.
  • Bei der Computertomografie lassen sich mithilfe von Röntgenstrahlen Schnittbilder durch den Körper anfertigen. So kann man die unterschiedlichen Gewebearten unterscheiden. Moderne Spiral-Computertomografen sind in der Lage auch dreidimensionale Bilder zu errechnen.
  • Abwehrreaktion des Körpers auf Krankheitserreger (z. B. Bakterien, Viren, Pilze, Parasiten), physikalische Reize (z. B. Druck, Reibung, Verletzung, Fremdkörper, Hitze, Kälte, Strahlung), chemische Reize (z. B. Säuren, Laugen, Toxine) oder körpereigene Reize (Harnvergiftung/Urämie, Zellzerfall bei Tumorerkrankungen, Autoimmunreaktionen).
  • Gruppe von körpereigenen Stoffen, die unter anderem entzündungshemmend wirken; dienen als Vorbild für Medikamente gegen Entzündungen
  • Goldverbindungen wie beispielsweise das Auranofin sind Medikamente aus der Gruppe der Basismedikamente gegen rheumatoide Arthritis.
  • Medikament, das das Immunsystem in seiner Funktion unterdrückt.
  • Körpereigenes Abwehrsystem, das mittels spezieller Eiweißstoffe und Abwehrzellen vor Fremdstoffen oder -organismen schützt.
  • Eiweißstoffe, die vom Immunsystem gebildet werden und die Vernichtung körperfremder Stoffe unterstützen.
  • Gehören zu den Zytokinen (siehe dort) und vermitteln als Botenstoffe zwischen den Immunsystemzellen. Sie werden vor allem von Makrophagen (siehe dort), Gefäßinnen- und Bindegewebszellen gebildet und in der Reihenfolge ihrer Entdeckung durchnummeriert.
  • Fehlstellung der Finger bei lang bestehender rheumatoider Arthritis, bei der die Fingermittelgelenke gebeugt und die Endgelenke stark überstreckt sind
  • Behandlung mit mehr als einem (Basis-)Medikament.
  • Behandlung mit einem einzigen (Basis-)Medikament
  • Erkrankung, die den Knochen brüchiger werden lässt, auch Knochenschwund genannt.
  • Beschwerdefreies Intervall einer Erkrankung. Nicht mit Heilung gleichzusetzen.
  • Autoantikörper, die sich gegen körpereigenes Gewebe richten. Er ist bei 70 bis 80 Prozent der Patienten mit rheumatoider Arthritis im Blut nachweisbar. Wer den Rheumafaktor im Blut hat, muss nicht zwangsweise auch an rheumatoider Arthritis erkranken, hat aber ein höheres Risiko. Wer dagegen keinen Rheumafaktor hat, kann trotzdem erkranken, auch wenn es unwahrscheinlicher ist.
  • Unter der Haut liegende Knoten, die im Verlauf einer rheumatoiden Arthritis entstehen und vor allem an den Streckseiten der Gelenke auftreten.
  • Fehlstellung der Finger bei lang bestehender rheumatoider Arthritis, bei der die Fingermittelgelenke stark überstreckt sind und die Endgelenke abgeknickt sind
  • Untersuchungsmethode, die mittels Ultraschallwellen von außen das Körperinnere sichtbar macht.
  • Entfernung überschüssiger und entzündeter Gelenkhaut durch eine offene Operation oder eine Arthroskopie
  • Innenschicht der Gelenkkapsel, produziert die Gelenkschmiere (Synovia)
  • Entfernung überschüssiger und entzündeter Gelenkhaut durch Einspritzung von Chemikalien (= Chemosynorviothese) oder radioaktiver Substanzen (= Radiosynorviothese) in das Gelenk
  • Bildgebendes Verfahren, bei dem radioaktiv markierte Stoffe in den Körper gespritzt werden und sich dann im Zielorgan anreichern. Eine spezielle Kamera macht die Strukturen des Organs sichtbar.
  • Gehört zu den Zytokinen (siehe dort), wird von den Makrophagen (siehe dort) gebildet und spielt eine Rolle bei Entzündungsprozessen.
  • Seitliche Verkrümmung der Finger zur Kleinfingerseite hin. Spätfolge der rheumatoide Arthritis
  • Bildgebendes Verfahren, das Organe mithilfe von Ultraschallwellen darstellt
Autoren und Quellen Aktualisiert: 07.11.2012
  • Autor/in: vitanet.de
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