Die Ernährung kann die rheumatoide Arthritis positiv beeinflussen

Verschiedene Nährstoffe können auf den Entzündungsstoffwechsel einwirken, was die antirheumatischen Effekte einer vollwertigen, nährstoffreichen Kost erklärt. Auch verschiedene Mikronährstoffe können die Krankheit positiv beeinflussen.

Patienten mit rheumatoider Arthritis (chronische Polyarthritis, Rheuma) sollten möglichst wenig Arachidonsäure zu sich nehmen. Denn aus Arachidonsäure werden Stoffe gebildet, die als „Vermittler“ bei einer Entzündung von Bedeutung sind. Arachidonsäure ist vor allem in tierischen Lebensmitteln – also Fleisch, Wurst, Eier, Milch und Milchprodukte – enthalten. Bei einem Teil der Patienten verschlimmern sich die Beschwerden nach dem Genuss von Alkohol, Süßigkeiten und Weizenmehl.

Omega-3-Fettsäure

Eine Art Gegenspieler der Arachidonsäure sind die Omega-3-Fettsäuren. Sie wirken günstig auf den Arachidonsäure-Spiegel und hemmen den Entzündungs-Stoffwechsel, sodass die Einnahme entsprechender Präparate von einigen Forschern empfohlen wird. Außerdem ist Fisch reich an Omega-3-Fettsäuren.

Vitamine

Ein Mangel an Vitaminen wirkt sich negativ auf das Immunsystem aus. Allerdings tritt ein Vitaminmangel bei einer normalen, ausgewogenen Ernährung nicht auf. Es konnte gezeigt werden, dass Vitamin E eine antirheumatische Wirkung hat. Eine erhöhte Vitamin-E-Einnahme kann allerdings das Risiko für ein Prostatakarzinom bei Männern signifikant erhöhen.1 Die Einnahme von Vitaminen der B-Gruppe und Vitamin D kann sich ebenfalls positiv auswirken. Die Wirkung von Vitamin C konnte bislang nicht nachgewiesen werden.

Zusammenfassend kann gesagt werden: Es gibt keine wissenschaftlich fundierte Studie über eine spezielle Diätempfehlung bei rheumatoider Arthritis. Die Krankheit entsteht auch nicht aufgrund falscher Ernährung. Langfristig ist eine nährstoffreiche, vollwertige Kost jedoch empfehlenswert. Übergewicht ist bei der rheumatoiden Arthritis immer schädlich, da es den Bewegungsapparat zusätzlich belastet.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 07.11.2012
  • Autor/in: Dr. med. Silke Brüggemann, MSc, Fachärztin für Orthopädie und Medizinjournalistin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin;
  • Quellen: 1: National Cancer Institute, http://www.cancer.gov/newscenter/qa/2008/selectqa
  • Interdisziplinäre Leitlinie: Management der frühen rheumatoiden Arthritis (2011)
  • D’Aura Swanson et al.: Tyrosine kinases as targets for the treatment of rheumatoid arthritis (2009)
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