Therapie des Reizdarmsyndroms

Das Reizdarmsyndrom (RDS) ist eine langfristige Erkrankung. Die derzeit für die Therapie zur Verfügung stehenden Medikamente können zwar die Beschwerden lindern, aber keine andauernde Heilung bewirken. 

Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten und Gegenanzeigen

Da die Medikamente meist nicht für eine Daueranwendung geeignet sind, sollten Sie an die aktuellen Beschwerden angepasst werden. Zur Langzeittherapie sollten eher die entsprechenden pflanzlichen Mittel gegen die Symptome des Reizdarms eingesetzt werden.

Grundsätzlich kann es bei der gleichzeitigen Anwendung von mehreren Arzneimitteln zu Wechselwirkungen kommen. Bei bestimmten Krankheiten und gesundheitlichen Störungen dürfen manche Medikamente überhaupt nicht eingenommen werden. In jedem Beipackzettel finden Sie dies unter dem Begriff Gegenanzeigen. Hinweise zu den einzelnen Produkten finden Sie im Beipackzettel. Beachten Sie die Dosierungsanleitung der einzelnen Medikamente. Die Mittel können nur wirken, wenn Sie regelmäßig und ausreichend hoch dosiert eingenommen werden.

Mit Entspannungsübungen gegen das Reizdarmsyndrom

Da Angst und Stress eine wichtige Rolle bei der Entstehung eines Reizdarmsyndroms spielen, können außerdem Entspannungsübungen die Beschwerden lindern. Sie sollten jedoch nicht als alleinige Therapiemethode angewandt werden. Daneben regt sportliche Aktivität, zum Beispiel Spaziergänge im Freien, die Darmmotorik an und baut Stress ab. Auch eine Ernährungsumstellung – faserreiche Kost und Weglassen der individuell unverträglichen Nahrungsmittel – kann bei RDS helfen. In manchen Fällen kann bei der Behandlung des Reizdarmsyndrom sogar eine psychotherapeutische Begleitung sinnvoll sein.
Wenden Sie sich an einen Arzt, wenn
  • Sie stark an Gewicht verlieren
  • Sie Blut im Stuhl finden – hier muss die Ursache genau abgeklärt werden
  • Sie gleichzeitig erbrechen müssen
  • Sie Fieber bekommen
  • Sie anhaltende, gleichförmige, auf eine bestimmte Stelle im Körper konzentrierte akute Schmerzen haben
  • die Beschwerden neu aufgetreten oder erst seit Kurzem bestehen
  • die Beschwerden auch in der Nacht auftreten
Autoren und Quellen Aktualisiert: 02.11.2016
  • Autor/in: vitanet.de; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin
  • Quellen: Das Reizdarm Syndrom Standortbestimmung und neue Therapieoptionen Deutsche Apotheker Zeitung 02/34
  • Konsens Reizdarmsyndrom der deutschen Gesellschaft für Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten
  • Gerd Herold 2004: Innere Medizin
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