Diagnostik des Reizdarmsyndroms

Das Reizdarmsyndrom (RDS) ist eine sogenannte Ausschlussdiagnose. Das bedeutet: Bevor der Arzt die Diagnose Reizdarm stellt, muss er alle anderen möglichen Ursachen für die Darmbeschwerden ausschließen können.

Zu diesen möglichen Ursachen gehören alle organischen Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts wie zum Beispiel Darmkrebs, Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa, aber auch Störungen der Darmfunktion durch Infektionen, Enzymmangel, Nahrungsmittelunverträglichkeiten (Laktoseintoleranz, Zöliakie und Sprue), Nahrungsmittelallergien oder einfach zu fettes oder saures Essen. Aber auch zu viele zuckerfreie Süßigkeiten können die Ursache für Magen-Darm-Probleme sein.

Um die Diagnose Reizdarmsyndrom zu stellen, müssen die Symptome außerdem über eine gewisse Zeitspanne bestehen – nämlich innerhalb der letzten zwölf Monate über mindestens zwölf Wochen, die aber nicht aufeinanderfolgen müssen.

Für die Diagnostik werden neben Blut- und Stuhluntersuchungen auch bildgebende Verfahren wie Ultraschall- und Röntgenuntersuchungen durchgeführt. Dabei können Kontrastmitteluntersuchungen oder auch ein MRT notwendig werden. Eine Magen- und Darmspiegelung gehört oft ebenfalls zur Abklärung dazu.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 20.04.2017
  • Autor/in: vitanet.de; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin
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