Schmerzmittel gegen Regelschmerzen

Das Schmerzmittel Ibuprofen eignet sich sehr gut zur Behandlung von Regelschmerzen (Dysmenorrhö), weil es die Produktion der Prostaglandine hemmt. Genau diese Stoffe verursachen die Regelbeschwerden. Außerdem wird die Weiterleitung der Schmerzsignale zum Gehirn unterbrochen. Bei Magendarm-Erkrankungen, bei Nieren- oder Leberfunktionsstörungen oder bei allergischen Erkrankungen (Heuschnupfen, Asthma) sollte Ibuprofen nicht eingenommen werden.

Acetylsalicylsäure (ASS) und Naproxen: Wie Ibuprofen stoppen diese Wirkstoffe die Herstellung der Schmerz auslösenden Prostaglandine. Man nennt solche Arzneistoffe auch Prostaglandin-Synthese-Hemmer. Acetylsalicylsäure und Naproxen wirken jedoch auch blutverdünnend. Die Monatsblutung kann länger anhalten. Wenden Sie ASS und Naproxen nicht an bei erhöhter Blutungsneigung, bestehenden Magen-Darm-Geschwüren, Niereninsuffizienz oder bei allergischen Erkrankungen wie Heuschnupfen oder Asthma.

Paracetamol nimmt keinen Einfluss auf die Herstellung der Prostaglandine. Es blockiert das Schmerzempfinden direkt im Gehirn. Für Menschen mit empfindlichem Magen stellt dieser Wirkstoff eine gute Alternative dar. Wenden Sie Paracetamol nicht in Kombination mit Alkohol an. Das belastet die Leber. Bei Leberfunktionsstörungen ist generell von der Einnahme abzuraten.

Vorsicht mit Schmerzmitteln bei empfindlichem Magen

Einige Schmerzmittel wie Acetylsalicylsäure, Ibuprofen, Naproxen können die Magenschleimhäute reizen. Wenn Sie einen empfindlichen Magen haben, sollten Sie "Magen neutrale" Wirkstoffe wählen, beispielsweise Paracetamol. Außerdem gilt: Wer bei der Tabletteneinnahme ausreichend Wasser trinkt, beugt Magenproblemen vor. Brausetabletten sind deshalb im Allgemeinen besser verträglich.
Wichtig:
Arzneistoffe, die die Magenschleimhäute schädigen, können dies teilweise auch, wenn sie als Zäpfchen angewandt werden. Die Nebenwirkung entsteht nicht nur durch das Auflösen im Magen, sondern auch durch den Wirkstoff an sich. Dabei ist es ohne Bedeutung, auf welchem Weg die Aufnahme in die Blutbahn erfolgt.

Schmerzmittel nur kurzfristig einnehmen

Wenden Sie Schmerzmittel nur bei Bedarf, nicht prophylaktisch, und nur kurzfristig an. Wenn Schmerzmittel oft eingenommen werden, können sie Kopfschmerzen auslösen. Ein Teufelskreis entsteht. Die Betroffenen greifen immer häufiger zur Tablette. Nehmen Sie Schmerzmittel nicht länger als drei Tage hintereinander ein. Weiterhin gilt die Empfehlung: nicht öfter als zehn Tage im Monat.

Wirkstoffe

  • Acetylsalicylsäure
  • Ibuprofen
  • Naproxen
  • Paracetamol
  • Acetylsalicylsäure und Paracetamol
  • Acetylsalicylsäure und Vitamin C
  • Acetylsalicylsäure, Chinin und Lithiumcitrat
  • Acetylsalicylsäure, Coffein und Paracetamol
  • Coffein und Paracetamol
Autoren und Quellen Aktualisiert: 21.04.2011
  • Autor/in: Elisabeth Kanz, Apothekerin und Fachjournalistin für Medizin und Pharmazie; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin.
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