Die „Pille“ gegen Regelschmerzen – hormonhaltige Medikamente

Die Antibabypille – aber auch andere hormonhaltige Verhütungsmittel wie Hormonimplantate („Stäbchen“), Vaginalring, Hormonspirale oder Hormonpflaster – können Schmerzen während der Periode lindern. Werden die Menstruationsschmerzen durch eine andere Erkrankung – etwa Endometriose – ausgelöst, gilt es, die Grunderkrankung zu behandeln.

Pille, Vaginalring, Hormonspirale, Stäbchen und Pflaster gegen die Schmerzen

Die Ursache für Regelschmerzen sind bei der primären Dysmenorrhö meist ein Ungleichgewicht der weiblichen Geschlechtshormone Östrogen und Progesteron. Bei einem Mangel an Progesteron schüttet der Körper vermehrt Prostaglandine aus. Diese bewirken, dass sich die Gebärmutter stärker und schmerzhaft zusammenzieht – Regelschmerzen und Krämpfe sind die Folge.

Hormonpräparate wie Pille, Vaginalring oder Stäbchen regulieren die Hormone und lindern somit die Schmerzen während der Menstruation. Kombinationspillen enthalten zusätzlich Progesteron. Das hemmt die Bildung der Prostaglandine, die die Schmerzen verursachen. Welches hormonelle Verhütungsmittel für sie und Ihre Beschwerden am besten geeignet ist, sollten Frauen immer gemeinsam mit Ihrem Frauenarzt besprechen.

Hormone bei der sekundären Form der Regelschmerzen

Bei der sekundären Dysmenorrhö entstehen die Schmerzen während der Menstruation aufgrund anderer Erkrankungen – beispielsweise Endometriose oder Myome. Auch bei dieser Form der Regelschmerzen können Pille, Vaginalring und andere hormonelle Verhütungsmittel die Schmerzen wirksam lindern. Grundsätzlich gilt es jedoch, die Grunderkrankung zu behandeln, die die Beschwerden auslöst.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 15.02.2017
  • Autor/in: Anja Dolski, Medizinredakteurin, vitanet GmbH, medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin.
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