Therapie bei Regelschmerzen

Ist die Diagnose sicher und die Ursache für Regelschmerzen bekannt, können sie nach Rücksprache mit dem Arzt auch selbst behandelt werden. Besonders wenn Sie häufig Schmerzmittel anwenden, sollten Sie jedoch einen Arzt um Rat fragen, der mit Ihnen eine geeignete Therapie findet.

Wenden Sie sich an einen Arzt, wenn
  • die Regelschmerzen sehr stark sind
  • sich die Art der Schmerzen verändert hat
  • die Monatsblutung deutlich stärker ist und länger anhält
  • die Schmerzen trotz Schmerzmittel nicht besser werden
  • Sie an mehr als zehn Tagen im Monat Schmerzmittel einnehmen
  • zusätzliche Beschwerden wie zum Beispiel Schwindelanfälle auftreten
Zur Behandlung von Regelschmerzen eignen sich frei in der Apotheke erhältliche Schmerzmittel. Medikamente mit Wirkstoffen wie Acetylsalicylsäure, Ibuprofen oder Naproxen hemmen die Produktion der Prostaglandine, eben jenen Stoffen, die Regelschmerzen auslösen. Schmerzmittel sollten jedoch nur kurzfristig angewandt werden. Gegen kolikartige Schmerzen können krampflösende Mittel eingesetzt werden.
Hormonelle Verhütungsmittel wie die Pille können Regelschmerzen wirksam lindern. Der Grund: Sie sorgen für ein Gleichgewicht der Geschlechtshormone Östrogen und Progesteron im Körper.
Auch Hausmittel wie Wärme können gegen die Krämpfe und Schmerzen helfen. Eine entspannende Wärmflasche auf dem Bauch wirkt entkrampfend. Pflanzliche Mittel wirken – etwa als Tee zubereitet – entspannend und entkrampfend. Auch Yoga, Autogenes Training oder Sport helfen. Jede Frau reagiert anders. Allgemein gilt: Alles was ausgleicht und entspannt lindert die Beschwerden.
Wenn im Rahmen des Prämenstruellen Syndroms auch Kopfschmerzen auftreten, können diese mit pflanzlichen Mitteln wie Pfefferminzöl behandelt werden. Es gibt wissenschaftliche Untersuchungen, die die Wirkung des Pfefferminzöls bestätigen.

Manche Frauen sprechen bei Unterleibsschmerzen auf Magnesium-Präparate an. Ihre Wirkung beruht darauf, dass sich die Muskulatur entspannt.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 15.02.2017
  • Autor/in: Elisabeth Kanz, Apothekerin und Fachjournalistin für Medizin und Pharmazie; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin.
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