Regelschmerzen – Schmerzen während der Periode

Im Durchschnitt alle 28 bis 33 Tage setzt bei Frauen im gebärfähigen Alter die Monatsblutung (Menstruation) ein. Das geschieht, weil die Prostaglandine (Gewebshormone) unter dem Einfluss der Sexualhormone (beispielsweise Östrogene) die Blutgefäße in der Gebärmutterschleimhaut verengen.

Frau mit Wärmflasche gegen Bauchschmerzen © Thinkstock
Die Voraussetzung für die Menstruation: Es liegt keine Schwangerschaft vor. Durch die unzureichende Blutzufuhr wird die Gebärmutterschleimhaut abgestoßen. Es kommt zur Monatsblutung. Viele Frauen leiden in dieser Zeit unter Regelschmerzen (Dysmenorrhö).
Gut zu wissen:
Nehmen Frauen orale Kontrazeptiva – also die Pille – haben sie keine „natürliche Regelblutung“ mehr. Die Blutung, die in der Pillenpause auftritt, wird als Abbruchblutung oder Entzugsblutung bezeichnet. Sie ist eine Reaktion des Körpers auf den abfallenden Hormonspiegel in der Pillenpause.
Regelschmerzen äußern sich durch krampfartige, ziehende oder dumpfe Schmerzen im Bauch. Sie können jedoch auch in den Rücken oder die Oberschenkel strahlen. Meist beginnen die Symptome kurz bevor es zur Monatsblutung kommt. Sie können vier bis sechs Tage anhalten.

Verschiedene Ursachen für verschiedene Formen von Regelschmerzen

Man unterscheidet zwischen primären und sekundären Regelschmerzen. Ursache für die primären Regelschmerzen, die bereits ab der ersten Monatsblutung (Menarche) bestehen, sind hormonelle Veränderungen. Sie beeinflussen das Zusammenziehen der Gebärmutter und damit den Großteil der Beschwerden. Stress kann die Regelschmerzen verstärken. Eine gesunde Einstellung zum eigenen Körper und eine ausgeglichene Lebensweise wirken sich positiv auf das Beschwerdebild aus.

Sekundäre Regelschmerzen treten meist bei Frauen um die 30 auf. Ursache für diese Schmerzen während der Periode sind krankhafte Veränderungen. Häufig sind beispielsweise Myome (gutartige Geschwüre) oder Endometriose (Wucherungen der Gebärmutterschleimhaut außerhalb der Gebärmutter) die Ursache.

Therapie: Medikamente und Hausmittel bei Regelschmerzen

NSAR sind Schmerzmittel, die gut bei Regelschmerzen wirken. Medikamente, die beispielsweise Ibuprofen oder Acetylsalicylsäure enthalten, hemmen die Prostaglandine. Sie sollten jedoch nur kurzfristig angewandt werden. Gelegentlich wirken auch krampflösende Mittel – die Spasmolytika. Allerdings fehlt ein überzeugender Nachweis für ihre Wirksamkeit bei Regelschmerzen.

Auch Wärme wirkt krampflösend. Wer also nicht gleich Medikamente einnehmen möchte, kann es mit Hausmitteln wie einer Wärmflasche auf dem Bauch probieren. Zudem können Entspannungstechniken wie Yoga oder die progressive Muskelentspannung nach Jacobson helfen.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 15.02.2017
  • Autor/in: Elisabeth Kanz, Apothekerin und Fachjournalistin für Medizin und Pharmazie; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin.
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