Diagnostik bei Prostatakrebs: PSMA-Positronenemissionstomografie (PSMA-PET/CT)

Um herauszufinden, ob es beim Prostatakrebs (Prostatakarzinom) zu einem Rückfall (Rezidiv) gekommen ist oder ob sich Metastasen gebildet haben, kann eine PSMA-Positronenemissionstomografie kombiniert mit einer Computertomografie (PSMA-PET/CT) durchgeführt werden. Diese Methode dient dazu, das prostataspezifische Membran-Antigen (PSMA) bildlich darzustellen.

Das passiert bei der PSMA-PET/CT

Beim prostataspezifischen Membran-Antigen (PSMA) handelt es sich um einen Eiweißkörper, der vermehrt auf der Oberfläche von Prostatakrebszellen vorhanden ist. Für die PSMA-PET/CT wird dem Patienten etwa eine Stunde vor der Untersuchung eine radioaktiv markierte Substanz – ein sogenanntes Radiopharmakon, auch als „Tracer“ bezeichnet – in eine Armvene gespritzt. Diese bindet an das PSMA und sendet Strahlen aus, die bei der Untersuchung mit dem PET-Gerät erfasst werden. Am Computer entstehen aus diesen Daten Bilder – auf diese Weise werden die Tumoren sichtbar.

PSMA-PET/CT macht auch kleine Tumorherde sichtbar

Durch diese Untersuchungsmethode ist es möglich, auch sehr kleine Tumorherde zu finden. So erhalten die Ärzte Hinweise auf die Ausdehnung der Krebserkrankung und können daraufhin Entscheidungen für die weitere Therapie treffen.

PSMA-PET/CT ist keine Routineuntersuchung

Die PSMA-PET/CT ist keine Routineuntersuchung für jeden Patienten. In den Leitlinien wird sie nur empfohlen, wenn für den Patienten verschiedene Behandlungsmöglichkeiten infrage kommen, die von einer solchen Rezidivdiagnostik abhängig sind.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 20.02.2017
  • Autor/in: Redaktion vitanet.de: Nina Prell, Medizinredakteurin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin.
  • Quellen: Interdisziplinäre Leitlinie der Qualität S2 zur Früherkennung, Diagnose und Therapie der verschiedenen Stadien des Prostatakarzinoms (http://leitlinienprogramm-onkologie.de/uploads/tx_sbdownloader/LL_Prostata_Langversion_4.0.pdf)
  • Universitätsklinikum Münster, Klinik für Nuklearmedizin: PSMA-PET-CT (http://klinikum.uni-muenster.de/index.php?id=8336)
  • Klinikum der Universität München, Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin: Positronen-Emissions-Tomographie (http://www.klinikum.uni-muenchen.de/Klinik-und-Poliklinik-fuer-Nuklearmedizin/de/diagnostik/pet-folder/)
  • Universitätsklinikum Würzburg, Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin: Positronen-Emissions-Tomographie (http://www.nuklearmedizin.ukw.de/informationen-fuer-patienten/positronen-emissions-tomographie-pet.html)
  • Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums: Positronen- Emissions-Tomographie (https://www.krebsinformationsdienst.de/untersuchung/pet-faq.php)
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