Diagnostik bei Prostatakrebs (Prostatakarzinom): Magnetresonanztomografie (MRT)

Mithilfe einer Magnetresonanztomografie – kurz MRT – lässt sich die Prostata sehr genau abbilden, um die Diagnose Prostatakrebs (Prostatakarzinom) sicher stellen zu können.

Hierbei liegt der Patient mit Verdacht auf Prostatakrebs (Prostatakarzinom) in einer Art Röhre. Bei der Magnetresonanztomografie wird mit Magnetfeldern gearbeitet, nicht wie bei der Computertomografie (CT) mit Röntgenstrahlen. Demnach gibt es keine Strahlenbelastung, wie sie bei CTs oder Röntgenuntersuchungen auftritt.

Gewebeprobe bei Magnetresonanztomografie möglich

Mittels Magnetresonanztomografie kann der Arzt zum Beispiel auch die Durchblutung in verschiedenen Arealen der Prostata messen. Auf diese Weise steht bei einem auffälligen Befund ein weiteres Kriterium zur Verfügung, das die Diagnose Prostatakrebs wahrscheinlicher oder unwahrscheinlicher macht. Bei der MRT-Untersuchung kann der Arzt zudem eine spezielle Vorrichtung über den After in den Enddarm einführen, über die er dann sehr genau gesteuert eine Gewebeprobe entnehmen kann (Biopsie).

Es gibt bereits noch weiter entwickelte, radiologische Untersuchungsmaßnahmen. Diese werden aber teilweise nur innerhalb medizinischer Studien durchgeführt oder die Kosten werden noch nicht von den Krankenkassen übernommen. Zu diesen Verfahren zählen die PET-CT und der Cholin-PET. Bei der Positronenemissionstomografie (PET) handelt es sich um eine Untersuchung, mit deren Hilfe funktionelle Prozesse dargestellt werden können, wie sie beispielsweise in schnell wachsenden Geweben (Tumoren) ablaufen.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 20.02.2017
  • Autor/in: Redaktion vitanet.de: Johannes Weiß, Medizinjournalist; Christian Grundmann, Medizinredakteur; Nina Prell, Medizinredakteurin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin.
  • Quellen: Krebsinformationsdienst: Prostatakrebs – Diagnostik: Was tun bei Krebsverdacht? (http://www.krebsinformation.de/tumorarten/prostatakrebs/diagnostik.php)
  • Krebsinformationsdienst: Kernspintomographie oder Magnetresonanztomographie (http://www.krebsinformation.de/untersuchung/kernspintomographie.php)
  • Deutsche Krebsgesellschaft: Prostatakrebs – Diagnose (http://www.deutschekrebsgesellschaft.de)
  • Interdisziplinäre Leitlinie der Qualität S2 zur Früherkennung, Diagnose und Therapie der verschiedenen Stadien des Prostatakarzinoms (http://leitlinienprogramm-onkologie.de/uploads/tx_sbdownloader/LL_Prostata_Langversion_4.0.pdf)
  • Patientenleitlinie Prostatakrebs I – lokal begrenztes Prostatakarzinom (http://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/043-022OLp2_S3_Prostatakarzinom_2015-07-verlaengert.pdf)
  • Patientenleitlinie Prostatakrebs II – lokal fortgeschrittenes und metastasiertes Prostatakarzinom (http://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/043-022OLp3_S3_Prostatakarzinom_2015-07-verlaengert.pdf)
  • Gesundheitsleitlinie Früherkennung von Prostatakrebs – Information für Männer (http://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/043-022OLp1_S3_Prostatakarzinom_2015-07-verlaengert.pdf)
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