Therapie beim Prämenstruellen Syndrom

Wenn vor der Menstruationsblutung Beschwerden auftreten, sollte die Ursache dafür immer durch einen Frauenarzt abgeklärt werden.

Wenden Sie sich an einen Arzt, wenn
  • Sie unter starken körperlichen Beschwerden vor oder während der Periode leiden (Krämpfe, Unterleibsschmerzen, Kopfschmerzen und weitere)
  • die Beschwerden zum ersten Mal auftreten (Ausschluss organischer Störungen)
  • Ihr Allgemeinbefinden und ihre Lebensqualität stark beeinträchtigt werden (Arbeitsunfähigkeit, Isolation während der Periode, Konflikte innerhalb der Familie)
  • Sie starke Stimmungsschwankungen (Wutausbrüche, depressive Verstimmungen) bemerken
Ist die Diagnose sicher und die Ursache bekannt, kann man nach Rücksprache mit dem Arzt auch selbst behandeln. Bei starken Schmerzen helfen frei in der Apotheke erhältliche Schmerzmittel oder krampflösende Medikamente. Auch pflanzliche Mittel können die Symptome des Prämenstruellen Syndroms (PMS) lindern. Beispielsweise hat sich der Einsatz von Mönchspfeffer bewährt. Allerdings liegen bisher keine wissenschaftlich belastbaren Beweise für deren Wirksamkeit vor.

Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten, Nebenwirkungen

Grundsätzlich kann es bei der gleichzeitigen Einnahme von mehreren Arzneimitteln zu Wechselwirkungen kommen. Bei bestimmten Krankheiten und gesundheitlichen Störungen dürfen manche Medikamente überhaupt nicht eingenommen werden (Gegenanzeigen). Angaben zu den einzelnen Produkten finden Sie im Beipackzettel.

Zubereitungen mit Keuschlammfrüchten (Mönchspfeffer) können beispielsweise die Wirkung bestimmter psychisch wirksamer Medikamente (zum Beispiel Neuroleptika wie Haloperidol) abschwächen. Beachten Sie die Dosierungsanleitung der einzelnen Produkte. Keuschlammhaltige Mittel können nur wirken, wenn Sie regelmäßig und ausreichend lange eingenommen werden. Allerdings sollten Patientinnen mit Brustkrebs von einer Behandlung mit Mönchspfeffer Abstand nehmen.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 23.02.2017
  • Autor/in: Elisabeth Kanz, Apothekerin und Fachjournalistin für Medizin und Pharmazie; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin.
  • Quellen: Pharmazeutische Zeitung online: B-Vitamine: Unerlässlich für den Stoffwechsel (http://www.pharmazeutische-zeitung.de/?id=39550)
  • Chocano-Bedoya, Patricia et al.: Dietary B vitamin intake and incident premenstrual syndrome (https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3076657/)
  • Gynäkologische Psychosomatik Universitätsklinikum Bonn: Das Prämenstruelle Syndrom (http://www.femina.uni-bonn.de/Infoblaetter/PatInfo_PMS.pdf)
  • Forschende Komplementärmedizin und klassische Naturheilkunde: Kongressbericht 7th Annual Symposium on Complementary Health Care (https://epub.ub.uni-muenchen.de/18984/1/oa_18984.pdf)
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