Prämenstruelles Syndrom (PMS)

Im weiblichen Körper wiederholt sich durch das Zusammenspiel verschiedener Hormone etwa alle 28 Tage der Menstruationszyklus. Viele Frauen leiden einige Tage vor ihrer Menstruationsblutung unter Stimmungsschwankungen, Müdigkeit, Reizbarkeit, Bauchschmerzen oder anderen Symptomen. Fachleute sprechen vom Prämenstruellen Syndrom (prä = vor, Menstruation = Regelblutung, kurz PMS).

Symptome variieren von Frau zu Frau

Beim Prämenstruellen Syndrom können sehr viele verschiedene Symptome auftreten. Auch wie stark die Beschwerden ausgeprägt sind, variiert von Frau zu Frau. Während manche Betroffene nur leichte Beschwerden haben, sind andere in den Tagen vor ihrer Menstruationsblutung stark in ihrem Alltag eingeschränkt. Typischerweise verschwinden die Symptome mit Einsetzen der Regel wieder. Deshalb muss das Prämenstruelle Syndrom klar von Menstruationsbeschwerden unterschieden werden, die während der Blutung auftreten. Diese bezeichnet man als Dysmenorrhö oder Regelschmerz.

Prämenstruelles Syndrom: unklare Ursachen

Trotz intensiver Forschung konnten die Ursachen des PMS bis heute nicht vollständig geklärt werden. Klar ist, dass es mit Vorgängen in der zweiten Zyklushälfte zusammenhängt. Mediziner vermuten bei den betroffenen Frauen ein Ungleichgewicht im Zusammenspiel der weiblichen Hormone nach dem Eisprung. Vitamin B6-Mangel und negative psychosoziale Faktoren wie Stress könnten ebenfalls beteiligt sein.

Das Prämenstruelle Syndrom: Behandlung

Treten erstmals Beschwerden vor der Monatsblutung auf, ist es sinnvoll, einen Frauenarzt aufzusuchen. Er kann andere Ursachen für die Symptome ausschließen. Später kann das Prämenstruelle Syndrom in Absprache mit dem Arzt meist selbst behandelt werden. Bei leichteren Fällen reichen häufig schon Entspannungsübungen oder eine heiße Wärmflasche, um die Beschwerden zu lindern.

Ist das Prämenstruelle Syndrom stärker ausgeprägt, eignen sich zum Beispiel frei in der Apotheke erhältliche Schmerzmittel zur Therapie. Krampflösende Mittel können bei starken, kolikartigen Schmerzen eingesetzt werden. Auch verschiedene pflanzliche Mittel – etwa mit Extrakten aus Mönchspfeffer oder Johanniskraut – können helfen.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 23.02.2017
  • Autor/in: Elisabeth Kanz, Apothekerin und Fachjournalistin für Medizin und Pharmazie; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin.
  • Quellen: Pharmazeutische Zeitung online: B-Vitamine: Unerlässlich für den Stoffwechsel (http://www.pharmazeutische-zeitung.de/?id=39550)
  • Chocano-Bedoya, Patricia et al.: Dietary B vitamin intake and incident premenstrual syndrome (https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3076657/)
  • Gynäkologische Psychosomatik Universitätsklinikum Bonn: Das Prämenstruelle Syndrom (http://www.femina.uni-bonn.de/Infoblaetter/PatInfo_PMS.pdf)
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