Ursachen und Risikofaktoren: Wie kommt es zum plötzlichen Herzversagen?

Meistens führt eine Kombination aus mehreren Faktoren zum plötzlichen Herztod. Eine bestehende Herzerkrankung, oft allerdings dem Patienten nicht bekannt, plötzliche Auslöser und eine Neigung zu arrhythmischer Herzaktion gehören dazu.

Mögliche Ursache: koronare Herzkrankheit

Zu den bestehenden Herzerkrankungen zählt beispielsweise die koronare Herzkrankheit (KHK). Eine Arteriosklerose (Gefäßverkalkung) am Herzen wie bei der koronaren Herzkrankheit ist oft die Ursache für einen Herzinfarkt. Menschen, die früher einmal einen Herzinfarkt hatten, haben ein höheres Risiko für plötzliches Herzversagen. Gefürchtet ist auch ein plötzlicher Herztod innerhalb der ersten 48 Stunden nach einem akuten Herzinfarkt.

Auch Herzmuskelerkrankungen, wie die dilatative und die hypertrophische Kardiomyopathie, also Erweiterungendes Herzmuskels, aber auch eine Aortenstenose, eine Verengung des großen Körperschlagader, sowie weitere Herzerkrankungen zählen zu den Risikofaktoren.

Weitere Herzkrankheiten als Ursache

In wenigen Fällen liegen dem Herzversagen eine Herzmuskelentzündung oder ein Herzklappenfehler zugrunde. Selbst bei Personen, die vor dem Ereignis scheinbar völlig gesund waren, lässt sich das plötzliche Herzversagen meist auf eine der Ursachen zurückführen.

Plötzliche Auslöser

Plötzliche Sauerstoffunterversorgung, Elektrolytstörungen, Stress, Reizung des Nervus Vagus und auch Medikamente können als Auslöser von Herzrhythmusstörungen zum plötzlichen Herztod beitragen.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 09.10.2012
  • Autor/in: Dr. Anne Dietel, Ärztin, Charit - Universitätsmedizin Berlin; Kirsten Gaede, Medizinjournalistin, Charit - Universitätsmedizin Berlin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin
  • Quellen: J.M. Hahn, Checkliste Innere Medizin. Thieme, Stuttgart, 2006
  • Interview mit Siegfried Steiger, Gründer der Björn-Steiger-Stiftung
  • Mewis, C. et al. (Hrsg.): Kardiologie compact. Alles für Station und Facharztprüfung. Thieme, Stuttgart 2006
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