Plötzliches Herzversagen: Häufige Folge ist der plötzliche Herztod

Warum müssen Herzkrankheiten unbedingt behandelt werden? Die Antwort ist einfach: um ein plötzliches Herzversagen zu verhindern. Denn dieses hat in den meisten Fällen noch immer den plötzlichen Herztod zur Folge. In Deutschland erleiden jedes Jahr zwischen 100.000 und 150.000 Menschen ein plötzliches Herzversagen, fast alle – 95 Prozent – sterben daran.

Die Bilanz könnte sehr viel besser ausfallen, würden weitflächig laientaugliche externe Defibrillatoren installiert. Sie ermöglichen eine Wiederbelebung durch Frühdefibrillation in den ersten Minuten, noch bevor der Notarzt eintrifft.

Plötzliches Herzversagen: was tun?

Bei plötzlichem Herzversagen zählt jede Minute – deshalb muss sofort der Notruf unter der 112 kontaktiert werden. Oftmals liegt das Schicksal des Betroffenen in Händen des Ersthelfers, der schon – bevor der Arzt eintrifft – mit Atemspende und Herzdruckmassage beginnen kann.

Um diese medizinischen Grundkenntnisse zu erlernen oder wieder aufzufrischen, kann ein Erste-Hilfe-Kurs besucht werden. Ersthelfer brauchen auch keine Scheu vor dem Defibrillator zu haben. Mittlerweile gibt es Geräte, die jeder bedienen kann. Im Notfall können auch Laien nach einer nur kurzen Schulung den Patienten vor dem Eintreffen des Arztes wiederbeleben und retten.

Vorbeugen durch gesunden Lebensstil und Gesundheitscheck

Der plötzliche Herztod tritt oftmals nicht aus dem Nichts auf  –  er kann eine lange Vorgeschichte haben und auf eine Herzschwäche oder auf Durchblutungsstörungen zurückgeführt werden. Risikofaktoren hierfür sind Rauchen, fettreiche Ernährung, Übergewicht, Bewegungsarmut und negativer Stress.

Herzkrankheiten und somit auch ein plötzliches Herzversagen lassen sich vor allem durch einen gesunden Lebensstil verhindern. Ab 40 Jahren ist außerdem ein regelmäßiger Gesundheits-Check-up beim Hausarzt zu empfehlen, um Risikofaktoren wie Bluthochdruck oder beginnender Diabetes mellitus früh zu erkennen und behandeln zu können.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 09.10.2012
  • Autor/in: Dr. Anne Dietel, Ärztin, Charité - Universitätsmedizin Berlin; Kirsten Gaede, Medizinjournalistin, Charit - Universitätsmedizin Berlin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin
  • Quellen: J.M. Hahn, Checkliste Innere Medizin. Thieme, Stuttgart, 2006
  • Interview mit Siegfried Steiger, Gründer der Björn-Steiger-Stiftung
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