Pigmentstörungen: Weißfleckenkrankheit (Vitiligo)

Die Weißfleckenkrankheit zeichnet sich durch eine fleckenförmige Entfärbung der Haut aus, wobei meistens Hände, Arme, Beine, Gesicht oder Genitalbereich betroffen sind. Manchmal sind auch die Haare an den betroffenen Stellen weiß.

Innerhalb der scharf abgegrenzten weißen Flecken besteht ein Mangel an Melanozyten, die normalerweise für eine bräunliche Färbung der Haut sorgen und sie damit vor der UV-Strahlung schützen. Die entsprechenden Stellen reagieren daher sehr empfindlich auf Sonnenlicht.

Die Weißfleckenkrankheit ist in Mitteleuropa relativ häufig: ein bis zwei Prozent der Bevölkerung sind betroffen. Meist setzt die Erkrankung im Jugend- oder im frühen Erwachsenenalter ein. Die genaue Ursache der Weißfleckenkrankheit ist bisher nicht bekannt. Weil sie familiär gehäuft auftritt, ist eine genetische Ursache jedoch wahrscheinlich. Außerdem ist bekannt, dass diese Pigmentstörung sich häufig im Zusammenhang mit anderen Erkrankungen wie etwa Schilddrüsenerkrankungen oder Diabetes mellitus zeigt.

Bei der Diagnose sollte eine Hefepilzerkrankung durch die Kleieflechte ausgeschlossen werden, die ebenfalls weiße Flecken auf der Haut hervorrufen kann.

Behandlung der Weißfleckenkrankheit

Pigmentstörung Wade mit Vitiligo © ShutterstockDie Weißfleckenkrankheit tritt familiär gehäuft auf.
Die Vitiligo muss in vielen Fällen nicht behandelt werden. Manche der Betroffenen bekommen jedoch schnell schwere Sonnenbrände auf den weißen Stellen und sollten sich daher mithilfe von Kleidung und Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor entsprechend schützen. Die Einnahme von Beta-Karotin in Form von Kapseln oder Tabletten verfärbt die hellen Flecken orange, sodass sich der Farbunterschied zur normalen Haut verringert.

Eine Therapie der Krankheit zielt auf eine Repigmentierung der betroffenen Stellen ab. Neben der Immunmodulation durch Calcineurin-Hemmer in Salben- oder Cremeform wird dafür beispielsweise auch die PUVA-Therapie (Photochemotherapie) angewandt. Sie kombiniert die Einnahme des Pflanzenstoffes Psoralen, das photosensibilisierende Eigenschaften hat, mit der Bestrahlung mit langwelligem UV-Licht. Da sie starke Nebenwirkungen haben kann, kommt sie nicht immer infrage und der Arzt sollte ihren Einsatz sorgfältig abwägen.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 19.12.2014
  • Autor/in: Redaktion vitanet.de: Daniela Frank, Medizinredakteurin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin
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