Pigmentstörungen: Melasma (Chloasma)

Als Melasma werden bräunliche Pigmentierungen bezeichnet, die meist bei jungen Frauen an Stirn, Schläfen und Wangen auftreten. Sie sind unregelmäßig geformt und können zu größeren Flächen zusammenfließen.

Die Flecken werden bei Sonneneinfluss dunkler. Ursachen können hormonelle Faktoren sein, etwa bei Schwangerschaft oder Pilleneinnahme, aber auch Kosmetika, Medikamente, Verletzungen oder andere Erkrankungen.

Behandlung von Melasma

Bei Melasma ist die Pigmentierung der Haut gestört: Die betroffenen Stellen enthalten übermäßig viel Melanin. Direkte Sonnenbestrahlung fördert die Pigmentierung noch weiter und sollte deshalb gemieden werden. Auch Sonnenschutzmittel können eingesetzt werden, um eine weitere Verfärbung zu verhindern. Betroffene, die sehr unter den Melasma leiden, können die entsprechenden Hautstellen mit Kosmetika (Camouflage) abdecken.

Ein bekanntes Hausmittel gegen Pigmentstörungen ist Gurkenmilch. Auch wird oft Lakritzextrakt angewandt. Cremes oder andere Präparate mit Rucinol und Hydrochinon hemmen die Melaninbildung an den betroffenen Stellen, ohne die normal pigmentierte Haut zu beeinflussen. Es werden auch andere Stoffe wie Tretinoin, Azelainsäure und Adapalen angewendet. Die Anwendung solcher Präparate sollte aber zuvor mit einem Arzt abgesprochen werden. Ist die Belastung durch die Hautveränderung für den Betroffenen groß, können eventuell Kryochirurgie (Vereisung), Lasertherapie oder ein chemisches Peeling helfen.

Autoren und Quellen Aktualisiert: 19.12.2014
  • Autor/in: Redaktion vitanet.de: Daniela Frank, Medizinredakteurin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin
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