Pigmentstörungen – Die Farbe der Haut

Produzieren die Zellen der Haut zu wenig oder zu viel des Farbstoffs Melanin, tritt eine Pigmentstörung auf. Von den bekannten Sommersprossen über Altersflecken bis hin zur Weißfleckenkrankheit – die Pigmentstörung hat viele Gesichter.

Bei einer Pigmentstörung ist die körpereigene Hautfärbung (Pigmentierung) beeinträchtigt. Die Zellen der Haut produzieren entweder zu wenig oder zu viel von dem Farbstoff Melanin, was zu einer Unter- oder Überpigmentierung der entsprechenden Hautstellen führt. Die Überpigmentierung wird auch Hyperpigmentierung genannt. Einen Mangel an Melanin bezeichnet man auch als Hypopigmentierung oder – wenn gar kein Melanin vorhanden ist – als Depigmentierung.

Unterschiedliche Ursachen – unterschiedliche Pigmentstörungen

Pigmentstörungen können genetisch oder hormonell bedingt sein, aber auch durch äußere Einflüsse verursacht werden – zum Beispiel durch Kosmetika, Medikamente, extreme Temperaturen, mechanische Einwirkung auf die Haut oder Wunden. In manchen Fällen sind auch Entzündungen oder Hautinfektionen – beispielsweise mit Hautpilzen – für die Farbveränderungen verantwortlich.

Ein Überschuss an Melanin kann zu Sommersprossen, Altersflecken oder sogenannten Melasmen führen. Die Ursachen für diese drei Pigmentstörungen sind jedoch unterschiedlich. Während Sommersprossen vererbt werden und schon in jungen Jahren auftreten, entstehen Altersflecken erst ab dem 40. Lebensjahr durch jahrelange Lichteinstrahlung. Kosmetika und Medikamente oder hormonelle Einflüsse während einer Schwangerschaft oder bei der Einnahme der Pille verursachen Melasmen, die meist bei jungen Frauen auftreten.

Besteht ein Mangel an Melanin oder an melaninproduzierenden Zellen (Melanozyten), kann die sogenannte Weißfleckenkrankheit oder ein Albinismus auftreten.

Therapie von Pigmentstörungen

Pigmentstörungen sind in der Regel harmlos und müssen nicht behandelt werden. Eine Therapie erfolgt meist nur aus kosmetischen Gründen, wenn der Betroffene die Hautveränderungen als sehr belastend empfindet. Jedoch müssen Vorteile und Risiken genau gegeneinander abgewogen werden.

Sowohl bei Über- wie auch bei Unterpigmentierung kann es sinnvoll sein, die Haut besonders vor Sonneneinstrahlung zu schützen. Bei der Weißfleckenkrankheit und bei Albinismus ist dies wichtig, weil die helle Haut besonders anfällig für schwere Sonnenbrände ist. Bei Überpigmentierung werden die dunklen Flecken durch UV-Strahlung noch intensiviert. Werden die Veränderungen von anderen Krankheiten oder durch Infektion mit Erregern ausgelöst, müssen diese zunächst behandelt werden.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 19.12.2014
  • Autor/in: Redaktion vitanet.de: Daniela Frank, Medizinredakteurin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin
  • Quellen: Online-Information des Pschyrembel: www.pschyrembel.de (Stand 2010)
  • A. Bopp, V. Herbst: Handbuch Medikamente, Stiftung Warentest 2002
  • Deutscher Allergie- und Asthmabund e.V.
  • Die gesunde Haut von Reinhard K. Achenbach, TRIAS, 1996
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