Stent-Anwendungen bei peripherer arterieller Verschlusskrankheit (PAVK) immer erfolgreicher

Ein gesunder Lebensstil, Gehtraining und Medikamente – diese konservativen Therapieformen können einen Patienten mit Schaufensterkrankheit vor lebensbedrohlichen Komplikationen wie einem Schlaganfall oder Herzinfarkt bewahren. Eine sofortige Linderung der Beschwerden können beispielsweise interventionelle Therapien bringen.

Bei einer Gefäßerweiterung (Dilatation), auch perkutane transluminale Angioplastie (PTA) genannt, schieben die Ärzte unter Röntgenkontrolle einen Gefäßkatheter bis zur verengten Arterienpassage vor. Dort wird der im Katheter integrierte Ballon aufgeblasen und das Blutgefäß dadurch erweitert. Während des Eingriffs kann auch die Entscheidung zu einem Stenting fallen. Dabei wird dann in die bereits geweitete Arterie eine Drahthülse (Stent) eingelegt, die sich selbst entfaltet und das Blutgefäß stützt, um einen erneuten Verschluss der Arterie zu verhindern.

Neue Stents bleiben länger offen

Seit wenigen Jahren gibt es Stents mit einer speziellen Legierung, etwa aus Kobalt-Nickel, die sich im Gefäß selbst entfalten und sehr schonend für die Arterienwände sind. Eingriffe mit den neuen Stents sind sehr erfolgreich. Zudem gibt es inzwischen auch Stents und Ballonkatheter, die mit Medikamenten beschichtet sind. Sie geben die Arzneimittel an die Gefäßwand ab, während sie sich aufdehnen. Auf diese Weise wird ein erneuter Verschluss der Arterie effektiver verhindert.

Eingriff ohne Vollnarkose

Für eine Katheterbehandlung kommen Patienten mit Schaufensterkrankheit ab Stadium IIb in Frage. Die Opertion kann ohne Narkose nur mit einem Beruhigungsmittel stattfinden. Es besteht ein geringes Risiko, dass der Patient auf das Kontrastmittel, das für die Röntgenkontrolle gespritzt werden muss, allergisch reagiert.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 09.10.2012
  • Autor/in: Kirsten Gaede, Medizinjournalistin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin;
  • Quellen: Deutsche Gesellschaft für Angiologie, Gesellschaft für Gefäßmedizin: Leitlinien zur Diagnostik und Therapie der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (PAVK) (2009)
  • Bernard Kolster, Gisela Ebelt-Paprotny, Leitfaden Physiotherapie, Urban
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