Bypass bei peripherer arterieller Verschlusskrankheit (PAVK) nur noch selten notwendig

Gravierende Gefäßverschlüsse in den Beinen lassen sich mit einer Bypass-Operation entfernen, einer Methode die oft auch am Herzen zur Anwendung kommt: Die verschlossene Arterie wird durch ein Venenstück ersetzt, das die Ärzte dem Bein entnehmen.

Das klingt relativ simpel, doch der Eingriff ist belastend: Er findet unter Vollnarkose statt, die für Patienten, die ohnehin Herz-Kreislauf-Probleme haben, ein besonderes Risiko darstellt.

Katheter-Behandlung oder Bypass?

Vielfach lässt sich die Bypass-Operation heute durch eine Katheter-Behandlung mit Stent ersetzen, die sehr viel schonender ist. Es besteht bei der Therapie mit Katheter zwar ein – wenn auch sehr geringes – Risiko, dass der Patient auf das zur Röntgenkontrolle eingesetzte Kontrastmittel allergisch reagiert. Abgesehen davon ist die Katheter-Behandlung aber viel risikoärmer, weil der Patient nur ein Beruhigungsmittel benötigt.

Gefäßzentren empfehlenswert

Für den Patienten lohnt es sich, ein Gefäßzentrum aufzusuchen: In diesen Kliniken arbeitet ein interdisziplinäres Team zum Beispiel aus Chirurgen und Angiologen zusammen und entscheidet gemeinsam über die richtige Behandlung. Eine Liste mit Adressen von Gefäßzentren findet sich auf der Internetseite der Deutschen Gesellschaft für Angiologie.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 09.10.2012
  • Autor/in: Kirsten Gaede, Medizinjournalistin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin;
  • Quellen: Deutsche Gesellschaft für Angiologie, Gesellschaft für Gefäßmedizin: Leitlinien zur Diagnostik und Therapie der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (PAVK) (2009)
  • Bernard Kolster, Gisela Ebelt-Paprotny, Leitfaden Physiotherapie, Urban
Suche nach Netzwerk- & Servicepartnern
Zertifizierung