Periphere Arterielle Verschlusskrankheit: Gehtraining fördert die Durchblutung
Die Schaufensterkrankheit hat gerade im fortgeschrittenerem Stadium, d.h. ab II b, gravierende Konsequenzen: Die Mobilität nimmt wegen starker Schmerzen rapide ab; schlecht verheilende Wunden an Bein und Fuß werden immer häufiger und machen im schlimmsten Fall eine Amputation notwendig. Zurückzuführen sind diese beiden Symptome auf Durchblutungsstörungen, die durch die Arterienverengungen (Arteriosklerose) hervorgerufen werden.
Dreimal täglich trainieren
Aus diesem Grund steht auch das Gehtraining bei der peripheren Arteriellen Verschlusskrankheit (pAKV) auf der Therapieliste mit an oberster Stelle. Bewegung sorgt dafür, dass das Blut mit mehr Kraft durch die Gefäße gedrückt wird und sich an verengten Passagen Kollateralgefäße bilden. Kollateralgefäße sind feine Arterienverästelungen, die Engpässe umgehen und so die Durchblutung des Gewebes und der Muskeln aufrechterhalten. Der therapeutische Nutzen des Getrainings ist inzwischen belegt.
Physiotherapeuten empfehlen für das Stadium II:
- Gehstrecken-Training, d.h., dreimal täglich – im Tempo 120 Schritte pro Minute – Gehen bis zur Schmerzgrenze, dann eine Pause einlegen und das Ganze zweimal wiederholen
- Ratschow-Training, d.h., dreimal täglich die Füße in drei Intervallen anziehen und strecken bis zur Schmerzgrenze, in den dreiminütigen Pausen die Beine locker baumeln lassen.





