Symptome bei peripherer arterieller Verschlusskrankheit: Schmerzen beim Gehen sind typisch

Schaufensterkrankheit – dies ist ein merkwürdiger Name für eine Erkrankung. Doch ein Blick auf die Symptome kann die Bezeichnung schnell erklären: Die Schaufensterkrankheit, die medizinisch korrekt periphere arterielle Verschlusskrankheit (PAVK) heißt, ruft Durchblutungsstörungen in den Beinen hervor, in einigen seltenen Fällen auch in den Armen.

Die Folge: Die Muskeln werden in Belastungssituationen nicht mehr richtig mit Sauerstoff versorgt. Dies führt zu Schmerzen. Sobald die Schmerzen auftreten, halten die Patienten an, bis die Schmerzen wieder vorübergehen. Auf Außenstehende kann dies wirken, als bummelten sie von Schaufenster zu Schaufenster.
Die schlechte Durchblutung der Beine führt außerdem zu:
  • Müdigkeit, Gefühllosigkeit oder Kältegefühl in den Beinen
  • einer schlechten Wundheilung und damit zu einem erhöhten Risiko für Bein- und Fußgeschwüre
  • verstärkter Bildung von Hornhaut
  • Haarausfall an den Beinen
  • einer erhöhten Anfälligkeit für Fußpilz.
Bei Arterienverengungen (Stenosen) im Hüftbereich sind auch Hüftschmerzen und Impotenz möglich, außerdem bilden sich häufig die Muskeln in den Beinen zurück, Oberschenkel und Waden werden auffällig dünn.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 09.10.2012
  • Autor/in: Kirsten Gaede, Medizinjournalistin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin;
  • Quellen: Deutsche Gesellschaft für Angiologie, Gesellschaft für Gefäßmedizin: Leitlinien zur Diagnostik und Therapie der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (PAVK) (2009)
  • Bernard Kolster, Gisela Ebelt-Paprotny, Leitfaden Physiotherapie, Urban
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