Notfall: Akuter Gefäßverschluss bei peripherer arterieller Verschlusskrankheit (PAVK)

Peitschenartiger Schmerz, plötzliche Blässe des Beins, fehlender Puls am Fußrücken oder in der Kniekehle – wenn ein Patient mit Schaufensterkrankheit diese Symptome zeigt, muss er selbst oder die Familie sofort den Notarzt rufen: Es liegt ein akuter Gefäßverschluss vor.

Das Bein bleibt nur erhalten, wenn sofort gehandelt wird, sprich zum Beispiel eine Katheter-Behandlung stattfindet.

Bis der Arzt kommt, sollte das Bein:
  • tief gelagert werden, damit das Blut ins Bein beziehungsweise in den Fuß fließen kann
  • mit einem lockeren Watteverband oder einer Decke warm gehalten werden – unter keinen Umständen mit einer Wärmflasche, sie kann unbemerkt Verbrennungen hervorrufen, da das Bein gefühllos ist
  • extrem sanft behandelt werden, da schon kleinste Verletzungen zu Nekrosen, zum Absterben von Gewebe, führen können.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 09.10.2012
  • Autor/in: Kirsten Gaede, Medizinjournalistin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin;
  • Quellen: Deutsche Gesellschaft für Angiologie, Gesellschaft für Gefäßmedizin: Leitlinien zur Diagnostik und Therapie der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (PAVK) (2009)
  • Bernard Kolster, Gisela Ebelt-Paprotny, Leitfaden Physiotherapie, Urban
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