So wird die Diagnose Parodontitis gestellt

Um festzustellen, ob ein Patient an Parodontitis – also an einer Entzündung des Zahnhalteapparats – leidet, hat der Zahnarzt ein spezielles Instrument: die WHO-Sonde. Mit ihrer kugelförmigen Spitze wird sie in die Zahnfleischtasche eingeführt.

An einer Skala liest der Zahnarzt ab, wie tief eine Zahnfleischtasche ist. Der Wert hilft ihm, die Diagnose zu stellen. Eine Tiefe von bis zu drei Millimetern ist normal – ist die Tasche tiefer, deutet das darauf hin, dass sich der Zahnhalteapparat schon krankhaft verändert hat.

Zahnarzt bestimmt für die Diagnose den PSI-Wert

Der Arzt schiebt die Sonde an bis zu sechs Stellen jedes Zahnes in die Tasche und bestimmt die Tiefe, die genaue Lokalisierung und den Entzündungsgrad. Er testet auch, ob das Zahnfleisch leicht blutet und ob sich Zahnstein festgesetzt hat. Dann bestimmt er den sogenannten PSI (Parodontaler Screening Index). Der PSI kann einen Wert von 0 (gesundes Zahnfleisch) bis 4 (schwere Parodontitis) haben.

Bakterientest ermittelt den genauen Erreger

Um eine Parodontitis richtig behandeln und die Bakterien gezielt bekämpfen zu können, stellt der Arzt zudem fest, um welchen Erreger es sich genau handelt. Hierzu führt er einen Bakterientest durch, bei dem er einen Abstrich entnimmt. Dieser wird anschließend im Labor überprüft.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 14.03.2017
  • Autor/in: Redaktion vitanet.de: Daniela Frank, Medizinredakteurin,medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin.
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