Osteoporose vorbeugen

Osteoporose tritt zwar meist erst ab einem Alter von über 50 auf, doch der Grundstein für die Erkrankung wird schon viel früher gelegt. Eine ungesunde Ernährung und zu wenig Bewegung wirken sich negativ auf die Knochen aus und erhöhen das Risiko, an Osteoporose zu erkranken. Umgekehrt können die richtige Ernährung und Sport dem Knochenschwund vorbeugen.

Eier und Milchprodukte © Thinkstock
Vor allem durch eine „knochengesunde“ Ernährung kann jeder selbst etwas tun, um Osteoporose vorzubeugen. Besonders wichtig für den Knochenaufbau ist Kalzium. Es wird empfohlen, täglich 1.000 bis 1.500 Milligramm davon zu sich zu nehmen. Besonders kalziumreich sind Milch und Milchprodukte. Aber auch bestimmte Gemüsesorten – etwa Champignons, Karotten oder Grünkohl – enthalten viel Kalzium. In der Regel kann der Kalziumbedarf über die Ernährung gedeckt werden. Nur für Menschen, die beispielsweise aufgrund einer Laktoseintoleranz über die Nahrung nicht genug Kalzium aufnehmen können, kann es sinnvoll sein, zusätzlich Kalziumpräparate einzunehmen.  

Doch eine kalziumreiche Ernährung alleine reicht nicht aus. Wichtig ist beispielsweise auch Vitamin D. Es sorgt dafür, dass Kalzium in die Knochen eingelagert werden kann. Vitamin D wird mithilfe von Sonnenlicht im Körper selbst gebildet, es kann aber auch über die Nahrung (vor allem über Seefisch) aufgenommen werden. Ebenfalls wichtig für die Knochen sind Magnesium, Vitamin K und Vitamin C. Darüber hinaus sollte man die Lebens- und Genussmittel kennen, die wahre „Knochenkiller“ sind. Dazu gehören beispielsweise Alkohol und Koffein, aber auch zu viel Eiweiß und Fett.

Ausreichend bewegen – Knochen stärken

Der zweite wichtige Bestandteil der Osteoporose-Vorsorge ist, genügend Sport zu treiben. Bewegung regt die Zellen an, die für den Knochenaufbau verantwortlich sind – und das ist in jedem Alter wichtig. Jedoch ändern sich im Laufe des Lebens die Sportarten, die geeignet sind, um Osteoporose entgegenzuwirken. Während das Skelett und die Muskulatur in Kindheit, Jugend und jungem Erwachsenenalter noch stärker belastet werden dürfen, etwa bei Ballsportarten, sind später eher Sportarten wie Schwimmen oder Gymnastik angebracht.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 30.01.2015
  • Autor/in: vitanet.de: Christina Landauer, Medizinjournalistin
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