Mit gesunder Ernährung und Bewegung gegen Osteoporose

Die Therapie der Osteoporose muss auf die spezielle Gefährdung des Einzelnen abgestimmt sein. Frauen und Männer mit erhöhtem Osteoporose-Risiko sollten mit Kalzium- und Vitamin-D-reicher Ernährung sowie Sport vorbeugen. Schon in der Kindheit und Jugend können Sie viel für den Knochenaufbau tun.

Sowohl für die Vorbeugung als auch für die Therapie sind wichtig:

  • eine ausgewogene Ernährung, die viel Kalzium enthält und
  • eine regelmäßige körperliche Betätigung, bei der starke Kräfte auf Knochen und Muskeln wirken und sie dadurch gestärkt werden. Besonders geeignet sind hier zum Beispiel Krafttraining oder Tanzen.
Personen mit Osteoporose, die aber noch keinen Knochenbruch erlitten haben, sollten alles daran setzen, einen Bruch zu vermeiden. Die Behandlung umfasst deshalb gesunde Ernährung, Sport und eine medikamentöse Therapie.

Betroffene, die bereits einen Knochenbruch durch Osteoporose (vor allem eines Wirbelkörpers) erlitten haben, sind Hochrisiko-Patienten. Eine Behandlung nach einem Knochenbruch ist zwingend notwendig, wobei grundsätzlich eine dem Risiko angepasste Behandlung anzustreben ist.

Die Grundlagen jeder Osteoporose-Therapie sind:

  • ausreichende Kalzium- und Vitamin-D-Zufuhr (1000 Milligramm Kalzium, 800 bis 2000 IE natürliches Vitamin D täglich) durch Nahrung – vor allem Milch und Milchprodukte, Nahrungsergänzung oder Medikamente. 1500 Milligramm Kalzium täglich sollten allerdings nicht überschritten werden.
  • Bewegung, gegebenenfalls Krankengymnastik zum Muskelaufbau und zur Verbesserung von Koordination, Fitness und Reaktionsvermögen
  • Vermeidung von Untergewicht
  • Bei Schmerzen muss eine angepasste Schmerztherapie erfolgen
  • In bestimmten Fällen wird auch eine Operation notwendig
  • Abklärung und eventuell Behandlung von osteoporoseauslösenden Erkrankungen
Autoren und Quellen Aktualisiert: 30.01.2015
  • Autor/in: Dr. med. Anja Vogt, Ärztin Charité - Universitätsmedizin Berlin; vitanet-ch; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin.
  • Quellen: I. Füsgen: Der ältere Patient - Problemorientierte Diagnostik und Therapie, Urban
  • http://www.iqwig.de/osteoporose-kalzium-und-viel-bewegung-schuetzen.796.html, Stand 2008
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