Osteoporose: Erste Symptome sind oft Rückenschmerzen

Die Osteoporose macht lange Zeit keine Beschwerden! Deshalb ist es wichtig, dass Menschen, die Risikofaktoren für Osteoporose aufweisen, auf frühe Symptome achten.

Erste Warnzeichen können dumpfe Rückenschmerzen sein. Das liegt daran, dass der Verlust der Knochendichte an den Wirbelkörpern besonders ausgeprägt ist. Diese unspezifischen Symptome werden häufig verkannt. Manchmal wird die Osteoporose erst erkannt, wenn ein Knochenbruch, der starke Schmerzen verursachen kann, aufgetreten ist.

Bei folgenden Symptomen sollte abgeklärt werden, ob eine Osteoporose zugrunde liegt:
  • bei akuten und chronischen Rückenschmerzen und Nackenverspannungen
  • bei Bewegungseinschränkungen
  • wenn ein Knochenbruch bei einer ganz normalen Alltagsbelastung aufgetreten ist.

Fortgeschrittenes Stadium

Bei fortgeschrittener Osteoporose sind die Symptome deutlich erkennbar. Typisch sind Brüche von Wirbelkörpern im Lendenbereich. Diese können bereits durch leichte Stöße verursacht werden. Oftmals geschieht das sogar ohne erkennbare Ursachen. Die ersten Brüche bleiben nicht selten unbemerkt.

Das ist problematisch: Denn die Brüche erhöhen das Risiko für Folgebrüche um das Vier- bis Fünffache. In der Folge sinkt die Wirbelsäule immer weiter zusammen. Betroffene können im Verlauf der Krankheit um bis zu 20 Zentimeter kleiner werden.
Die Deformation der Wirbelsäule kann so weit fortschreiten, dass sich die gesamte Körperhaltung ändert – früher hat man das „Witwenbuckel“ genannt. Und durch die Deformation treten typische Hautfalten am Rücken auf, das Erscheinungsbild wird als „Tannenbaumphänomen“ bezeichnet.Das verkrümmte Rückgrat drückt Herz und Lunge nach unten. Es entsteht ein symptomatischer Kugelbauch. Patienten leiden dadurch häufig an Kurzatmigkeit und Lungenentzündung.

Osteoporose: Eingeschränkte Lebensqualität

Bei der Osteoporose ist neben den Lendenwirbeln hauptsächlich der Oberschenkelhals betroffen. Besonders in fortgeschrittenem Alter ist das gefährlich: Ein Drittel der betroffenen Menschen sterben im ersten Jahr nach der Verletzung. Die Hälfte der Patienten bleibt dauerhaft pflegebedürftig.

Neben den Lendenwirbeln und dem Oberschenkelhals sind auch die Unter- und Oberarme sowie die Knöchel an Füßen und Händen betroffen.

Die chronischen Schmerzen und die Kurzatmigkeit führen zu Schlafstörungen. Hinzu kommt die eingeschränkte Beweglichkeit. Die gesamte Lebensqualität ist mitunter sehr stark beeinträchtigt. Die Folgen sind Isolation, Angst, Unselbstständigkeit und nicht selten Depressionen.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 21.04.2011
  • Autor/in: Dr. med. Anja Vogt, Ärztin Charité - Universitätsmedizin Berlin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin.
  • Quellen: I. Füsgen: Der ältere Patient - Problemorientierte Diagnostik und Therapie, Urban
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