Diagnose Osteoporose: Anamnese

Gerade weil die Folgen einer vorangeschrittenen Osteoporose so schwerwiegend sind, ist eine Früherkennung wichtig. Die Erkrankung äußert sich zu Beginn oft nur durch Rückenschmerzen. In vielen Fällen wird deswegen verständlicherweise nicht gleich ein Arzt konsultiert. Osteoporose bleibt dadurch im Anfangsstadium zunächst oft unbemerkt.

Erst wenn es zu Knochenbrüchen kommt, rückt das Krankheitsbild ins Bewusstsein der Betroffenen. Deshalb wird Personen, bei denen aufgrund ihres Risikoprofils (Frauen nach der Menopause, Untergewicht, Medikamente, Nikotinkonsum et cetera) eine osteoporotische Erkrankung wahrscheinlich ist, eine Basisdiagnostik empfohlen.

Der behandelnde Arzt wird sich zunächst in einem Gespräch ein Bild von dem individuellen Osteoporose-Risiko machen. Familiäre Hintergründe oder die Lebensgewohnheiten geben erste Hinweise. Auf die Anamnese folgen körperliche Untersuchungen. Der Arzt nimmt das gesamte Erscheinungsbild des Körpers und die Proportionen in Augenschein. Durch Abtastung sucht er nach typischen Muskelverspannungen, die bei osteoporotischen Veränderungen auftreten. Vor allem wenn es bereits zu ersten, unbemerkten Wirbelbrüchen gekommen ist, versucht die Rückenmuskulatur die Änderungen auszugleichen: Sie verhärtet. Bei Verdacht auf Osteoporose wird der Arzt weitere Diagnoseverfahren durchführen.

Andere Erkrankungen ausschließen

Für die Diagnose können auch Blut- und Urinproben zurate gezogen werden. Diese dienen hauptsächlich dem Ausschluss oder dem Beweis von anderen Erkrankungen, die der Osteoporose ähnlich sind. Dabei spielen vor allem der Kalzium- und der Phosphatspiegel im Blut eine wichtige Rolle. Allerdings helfen die Laborwerte nur die Diagnose zu stützen, einen Beweis für eine Osteoporose können sie nicht erbringen.
Suche nach Netzwerk- & Servicepartnern
Zertifizierung