Osteoporose (Knochenschwund)

Gestolpert, hingefallen – und schon ist der Knochen gebrochen. Osteoporose macht die Knochen „dünn“ und mürbe. Die Krankheit tritt zwar meist erst jenseits der 50 in Erscheinung, der Grundstein dafür wird aber bereits in jungen Jahren gelegt.

Osteoporose Frau mit Glas Milch © Thinkstock
Umgekehrt können die richtige Ernährung und ausreichend Bewegung von Kindesbeinen an der zerstörerischen Krankheit wirksam vorbeugen. Einseitige Diäten, ungesunde Ernährungsgewohnheiten und mangelnde Bewegung bei Kindern und jungen Erwachsenen schaden der Knochengesundheit und erhöhen das Osteoporose-Risiko erheblich.

Vor allem Frauen sind betroffen

Osteoporose – übersetzt heißt das „poröser Knochen“ – zählt nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zu den zehn häufigsten Krankheiten überhaupt. Die Zahl der Betroffenen nimmt rapide zu: In Deutschland leiden etwa 7,8 Millionen Menschen an der schmerzhaften Knochenerkrankung, davon sind die Mehrzahl Frauen (etwa 6,5 Millionen). Männer sind seltener betroffen, weil sie von vornherein dichtere und schwerere Knochen haben. Überdies treiben weit mehr Männer als Frauen Kraftsport oder üben einen Beruf aus, der körperlichen Einsatz verlangt.

Auch wenn die Osteoporose erst in höherem Alter in Erscheinung tritt: Wie stark unsere Knochen werden, entscheidet sich bereits in jungen Jahren. Der Knochen ist ein aktives Organ. Das Knochengewebe wird ständig ab- und wieder aufgebaut. Etwa bis zum 35. Lebensjahr bildet der Körper mehr Knochensubstanz als abgebaut wird. Danach kehrt sich diese Tendenz langsam ins Gegenteil um – der Knochen wird „dünner“ und schwächer, die Knochendichte nimmt ab. Ab diesem Alter kann eine gesunde Lebensweise die Knochendichte nur noch erhalten beziehungsweise den Abbau verzögern.

Knochenbrüche als Folge

Die Osteoporose kann alle Knochen betreffen. Die verminderte Knochenmasse und die veränderte Knochenstruktur führen dazu, dass die Knochen leichter brechen. Besonders häufig kommt es zu einer Fraktur von Wirbelkörper oder zur Schenkelhalsfraktur. Diese Brüche können auch bei geringfügigem Anlass und sogar bei normalen Belastungen im Alltag auftreten.

Die Fraktur eines Wirbelkörpers führt zu vielfältigen Problemen: zu Größenverlust und chronischen Rückenschmerzen, die zu Bettlägerigkeit (Immobilisation) und so zu Arbeitsausfall, sozialer Isolation und Verlust an Lebensqualität führen.

Rechtzeitig erkennen

Aufgrund der schwerwiegenden Folgen, sollte eine Osteoporose so früh wie möglich diagnostiziert und behandelt werden. Bei der Diagnose helfen die Krankengeschichte, Röntgen und die Knochendichtemessung. Steht die Diagnose Osteoporose, hilft eine Therapie mit Medikamenten, den Knochenabbau zu stoppen.

Die Erkrankung macht sich lange Zeit kaum bemerkbar. Menschen, die ein erhöhtes Osteoporose-Risiko aufweisen, sollten auf frühe Symptome achten und bei ersten Anzeichen einen Arzt konsultieren.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 30.01.2015
  • Autor/in: vitanet.de-ad/bd; Dr. med. Anja Vogt, Ärztin Charité - Universitätsmedizin Berlin; vitanet-ch
  • Quellen: Füsgen: Der ältere Patient - Problemorientierte Diagnostik und Therapie, Urban
  • Bundesselbsthilfeverband für Osteoporose e.V. (BfO), Stand 2008
  • www.weltosteoporosetag.de, Stand 2008
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