Therapie bei Ohrenschmerzen: Schmerzlindernde Medikamente

Schmerz- und entzündungshemmende Ohrentropfen wirken direkt am Ohr. Ohne Rezept erhalten Sie beispielsweise Mittel mit Phenazon zur Therapie von Ohrenschmerzen (Otalgie). Manchen Produkten werden örtlich betäubende Mittel (Lokalanästhetika) wie Procain zugesetzt. Sie lindern zusätzlich den Schmerz.

Ohrentropfen dürfen zur Behandlung von Ohrenschmerzen allerdings nur angewandt werden, wenn das Trommelfell nicht verletzt ist. Die Kombination aus Phenazon und Procain dürfen nicht angewandt werden, wenn eine Gehörgangentzündung der Auslöser der Ohrenschmerzen ist. Beachten Sie die Angaben im Beipackzettel. Bei gleichzeitiger Einnahme von Phenazon und antibakteriell wirksamen Medikamenten wie Sulfonamiden oder Benzylpenicillin kann es zu Wechselwirkungen kommen.

Wirkstoffe

  • Phenazon
  • Procain

Wichtige Hinweise zur Anwendung von Ohrentropfen

Bewahren Sie angebrochene Ohrentropfen nicht im Kühlschrank auf. Sie sollten immer handwarm sein, bevor sie eingetropft werden. Kalte Flüssigkeiten im Ohr werden als sehr unangenehm empfunden und können die Ohrenschmerzen verstärken oder Übelkeit verursachen.

Legen Sie sich zum Eintropfen auf die Seite, das zu behandelnde Ohr nach oben. Tropfen Sie dann die empfohlene Dosierung ins Ohr und bleiben Sie noch etwa 10-15 Minuten liegen. Wenn Sie sich wieder aufrichten, können Sie mit einem Mull- oder Wattepfropfen das Ohr "abdichten". Das verhindert das Auslaufen der Ohrentropfen. Auf keinen Fall sollte die Watte den Gehörgang jedoch komplett verschließen, da gestaute Feuchtigkeit die Besiedlung mit Bakterien oder Pilzen fördert und so wiederum zu Ohrenschmerzen führen kann.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 11.08.2011
  • Autor/in: Elisabeth Kanz, Apothekerin und Fachjournalistin für Medizin und Pharmazie; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin.
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