Therapie bei Ohrenschmerzen: Schmerzlindernde Medikamente

Schmerz- und entzündungshemmende Ohrentropfen wirken direkt am Ohr. Allerdings werden Ohrenschmerzen nur in bestimmten Fällen mit schmerzlindernden Ohrentropfen behandelt – zum Beispiel bei Entzündungen des äußeren Gehörgangs.

Ohrentropfen dürfen zur Behandlung von Ohrenschmerzen nur angewandt werden, wenn das Trommelfell nicht verletzt ist. Speziell eine Mittelohrentzündung wird nicht mit Ohrentropfen behandelt. In der Regel werden bei der Therapie von Entzündungen des äußeren Gehörgangs schmerzlindernde und entzündungshemmende Ohrentropfen eingesetzt. Diese erhalten Sie von Ihrem Hals-Nasen-Ohrenarzt, nachdem er schonend den Gehörgang gereinigt hat.

Wichtige Hinweise zur Anwendung von Ohrentropfen

Bewahren Sie angebrochene Ohrentropfen nicht im Kühlschrank auf. Sie sollten immer handwarm sein, bevor sie eingetropft werden. Kalte Flüssigkeiten im Ohr werden als sehr unangenehm empfunden und können die Ohrenschmerzen verstärken oder Übelkeit verursachen.

Legen Sie sich zum Eintropfen auf die Seite, das zu behandelnde Ohr nach oben. Tropfen Sie dann die empfohlene Dosis ins Ohr und bleiben Sie noch etwa zehn bis 15 Minuten liegen. Wenn Sie sich wieder aufrichten, können Sie mit einem Mull- oder Wattepfropfen das Ohr abdichten. Das verhindert das Auslaufen der Ohrentropfen. Auf keinen Fall sollte die Watte den Gehörgang jedoch komplett verschließen, da gestaute Feuchtigkeit die Besiedlung mit Bakterien oder Pilzen fördert und so wiederum zu Ohrenschmerzen führen kann.

Meist werden Ohrenschmerzen mit Tabletten behandelt

Die meisten Ohrenschmerzen werden nicht mit Ohrentropfen, sondern mit Tabletten behandelt. Hierbei haben sich nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR ) – also Mittel wie das gut verträgliche Ibuprofen – bewährt. Diese Medikamente werden sowohl bei Erwachsenen wie auch bei Kindern zur Schmerzstillung angewendet.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 14.03.2017
  • Autor/in: Elisabeth Kanz, Apothekerin und Fachjournalistin für Medizin und Pharmazie; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin;
  • Quellen: Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin: Ohrenschmerzen (http://www.degam.de/files/Inhalte/Leitlinien-Inhalte/Dokumente/DEGAM-S3-Leitlinien/Leitlinien-Entwuerfe/Ohrenschmerzen/LL-07_Ohrenschmerzen_Langfassung_20141222.pdf)
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