Therapie bei Ohrenschmerzen: Mittel zur Reinigung des Gehörgangs

Verhärteter Ohrenschmalz kann den Gehörgang verschließen und Ohrenschmerzen (Otalgie) beziehungsweise eine Hörminderung verursachen. Spezielle ölige Zubereitungen helfen, das Ohrenschmalz aufzuweichen, die Ohren zu reinigen und die Ohrenschmerzen zu lindern. Sie enthalten beispielsweise ein Ölsäure-Peptid-Kondensat, Glycerol oder Wirkstoffe wie Docusat-Natrium.

Wirkstoffe

  • Ölsäure-Polypeptid-Kondensat
  • Docusat-Natrium, Ethanol und Glycerol

Ohren reinigen mit Ohrentropfen

Um die Ohren zu reinigen, tropfen Sie die empfohlene Tropfenzahl ins Ohr und verschließen den äußeren Gehörgang mit Watte. Die Einwirkzeiten unterscheiden sich bei den einzelnen Produkten. Sie liegen zwischen fünf bis zehn und 20 bis 30 Minuten. Spülen sie anschließend den Gehörgang mit lauwarmem Wasser mehrmals aus. Benutzen Sie eine Ohrenspritze (liegt je nach Hersteller in der Packung bei) und ein Auffangschälchen, um die Ohren zu reinigen. Ohrenschmerzen, die von einem Verschluss des Gehörgangs verursacht wurden, verschwinden dann schnell.
Wichtiger Hinweis:
Die Mittel dürfen nicht angewandt werden, wenn die Ohrenschmerzen von einer Verletzung des Trommelfells herrühren. Docusat-Natrium darf nicht bei Entzündungen im Ohr eingesetzt werden.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 14.03.2017
  • Autor/in: Elisabeth Kanz, Apothekerin und Fachjournalistin für Medizin und Pharmazie; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin;
  • Quellen: Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin: Ohrenschmerzen (http://www.degam.de/files/Inhalte/Leitlinien-Inhalte/Dokumente/DEGAM-S3-Leitlinien/Leitlinien-Entwuerfe/Ohrenschmerzen/LL-07_Ohrenschmerzen_Langfassung_20141222.pdf)
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