Therapie bei Ohrenschmerzen

Das Ohr ist ein sehr empfindliches Organ. Wenn Ohrenschmerzen (Otalgie) auftreten, sollten Sie immer einen Arzt aufsuchen, um die Ursache abzuklären und sich eine Therapie empfehlen zu lassen. Denn: Bei falscher oder fehlender Behandlung können auch harmlose Auslöser zu bleibenden Schäden führen.

Das gilt nicht nur für bakterielle Entzündungen, sondern auch dann, wenn ein Fremdkörper die Ohrenschmerzen verursacht. Überlassen Sie das Entfernen und die Therapie dem Arzt. Hals-Nasen-Ohrenärzte sind Spezialisten für alle Erkrankungen am Ohr.
Wenden Sie sich an einen Arzt, wenn
  • Sie die Ursache Ihrer Ohrenschmerzen nicht kennen
  • die Ohrenschmerzen länger anhalten und zunehmend stärker werden
  • die Ohrenschmerzen mit Fieber oder anderen Erkältungssymptomen einhergehen
  • Sie einen Druck im Ohr verspüren und das Hörvermögen nachlässt
  • Ohrgeräusche und Schwindelgefühle auftreten
  • die Selbstbehandlung keine Besserung bringt
Bei starken Schmerzen können Sie die Zeit bis zum Arztbesuch mit Schmerzmitteln wie Ibuprofen überbrücken. Das Mittel kann auch bei Kindern eingesetzt werden. Ist die Diagnose sicher und die Ursache der Ohrenschmerzen bekannt, kann man nach Rücksprache mit dem Arzt selbst behandeln – beispielsweise mit schmerz- und entzündungshemmenden Ohrentropfen. Bei einem Verschluss des Gehörgangs eignen sich spezielle Mittel zur Reinigung. Auch bestimmte Hausmittel können die Beschwerden bei Ohrenschmerzen lindern.

Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten und Gegenanzeigen

Grundsätzlich kann es bei der gleichzeitigen Einnahme von mehreren Arzneimitteln zu Wechselwirkungen kommen. Bei bestimmten Krankheiten und gesundheitlichen Störungen dürfen manche Medikamente überhaupt nicht eingenommen werden (Gegenanzeigen). Das gilt auch für Medikamente zur Therapie von Ohrenschmerzen. Angaben zu den einzelnen Produkten finden Sie im Beipackzettel. Bei Salicylsäureverbindungen ist beispielsweise eine Verstärkung der blutverdünnenden Wirkung von Cumarinderivaten möglich.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 14.03.2017
  • Autor/in: Elisabeth Kanz, Apothekerin und Fachjournalistin für Medizin und Pharmazie; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin;
  • Quellen: Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin: Ohrenschmerzen (http://www.degam.de/files/Inhalte/Leitlinien-Inhalte/Dokumente/DEGAM-S3-Leitlinien/Leitlinien-Entwuerfe/Ohrenschmerzen/LL-07_Ohrenschmerzen_Langfassung_20141222.pdf)
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