Niedriger Blutdruck (Hypotonie)

Von einem niedrigen Blutdruck (Hypotonie) spricht man bei einem Wert unter 100/60 mmHg bei Frauen beziehungsweise unter 110/70 mmHg bei Männern.

Blutdruck messen © Thinkstock
Die Ursachen für niedrigen Blutdruck sind weitestgehend unklar. Manchmal liegt es nur an äußeren Einflüssen wie Klimaschwankungen oder Nahrungsentzug (Diät) oder Salzmangel. Außerdem kann niedriger Blutdruck auch als Nebenwirkung eines Medikaments auftreten. Und was viele nicht wissen: Niedriger Blutdruck kann auch erblich, also anlagebedingt sein.

Die Ursachen von niedrigem Blutdruck abklären

Für eine erfolgreiche Behandlung sollten diese Ursachen durch einen Arzt abgeklärt werden. Im Gegensatz zu Bluthochdruck und anderen Herz-Kreislauf-Beschwerden verursacht niedriger Blutdruck in der Regel zwar keine gefährlichen Folgeerkrankungen. Trotzdem sind bestimmte Symptome wie Müdigkeit, Ohrensausen oder Schwindel und „Schwarzsehen vor Augen“ im Alltag belastend. Besonders störend wirken sich auch Konzentrations- und Leistungsschwäche aus, die ebenfalls durch niedrigen Blutdruck entstehen können.

Außerdem sollte bei länger andauernden Beschwerden vom Arzt untersucht werden, ob nicht andere Ursachen vorliegen. Denn viele dieser Symptome können beispielsweise auch durch Bluthochdruck oder Herzschwäche (Herzinsuffizienz) hervorgerufen werden. Beides muss auf jeden Fall wirksam und so rasch wie möglich behandelt werden, weil sonst gefährliche Folgekrankheiten drohen.

Therapie gegen niedrigen Blutdruck

Konnte das jedoch ausgeschlossen werden, stehen für die Behandlung von niedrigem Blutdruck verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung, beispielsweise kreislaufanregende Mittel. Ist die Diagnose sicher und steht die Ursache für den niedrigen Blutdruck fest, kann nach Rücksprache mit dem Arzt auch selbst behandelt werden. Auch zur Selbstmedikation gibt es einige Optionen, etwa Pflanzenpräparate in Kombination mit bestimmten Mineralstoffen und darüber hinaus Matetee. Unbestritten stabilisiert auch regelmäßiger Ausdauersport den Kreislauf: Ein zu niedriger Blutdruck wird dadurch etwas höher, ein zu hoher etwas niedriger.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 14.11.2012
  • Autor/in: Elisabeth Kanz, Apothekerin und Fachjournalistin für Medizin und Pharmazie
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