Neurodermitis (atopisches Ekzem): Therapie

Die Therapie bei Neurodermitis zielt lediglich auf eine Besserung der Symptome ab, da die eigentliche Ursache der Krankheit bisher nicht heilbar ist. Für die Behandlung gibt es viele verschiedene Ansatzpunkte. Deshalb kann sie gut auf das Krankheitsbild des jeweiligen Patienten angepasst werden.

Entsprechende Untersuchungen zeigen dem Arzt außerdem, welche Umstände den Hautzustand verschlechtern. Aus diesen beiden Faktoren ergeben sich individuelle Behandlungspläne. Schlägt eine Behandlung nicht an, gibt es meist noch weitere Möglichkeiten, die der Arzt in Betracht ziehen kann.

Grundlegend kann man unterscheiden zwischen der Basistherapie und der Behandlung eines akuten Schubs. Letztere besteht meist in der äußerlichen Behandlung mithilfe von Salben, Cremes oder Lösungen, kann aber auch den Einsatz von Medikamenten zum Einnehmen erfordern. Außerdem stehen verschiedene weitere Therapiemöglichkeiten zur Verfügung.

Bei schlimmen Neurodermitis-Schüben sollten Betroffene immer einen Arzt aufsuchen. Das Gleiche gilt, wenn viele Hautstellen wund sind, sich aufgekratzte Hautstellen entzünden, die Beschwerden zunehmen oder sich trotz Behandlung nicht verbessern.

Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten und Gegenanzeigen

Grundsätzlich kann es bei der gleichzeitigen Einnahme von mehreren Arzneimitteln zu Wechselwirkungen kommen. Bei bestimmten Krankheiten und gesundheitlichen Störungen dürfen manche Medikamente überhaupt nicht eingenommen werden. In jedem Beipackzettel finden Sie dies unter dem Begriff „Wechselwirkungen“ beziehungsweise „Gegenanzeigen“.

Auch Mittel zum Einreiben zeigen Wechselwirkungen, wenn sie großflächig angewandt werden. Harnstoff ist beispielsweise ein Wirkstoff, der in vielen Hautpflegeprodukten eingearbeitet ist. Viele Neurodermitispatienten nutzen entsprechende Cremes, Salben oder Lotionen zur Basispflege. Werden jedoch anschließend kortisonhaltige Produkte aufgetragen, kann deren Wirkung verstärkt werden. Denn Harnstoff verbessert die Freisetzung einiger Arzneistoffe aus ihren Zubereitungen. Gleichzeitig findet deren Aufnahme in die Haut in größerem Umfang statt. Neben kortisonhaltigen Verbindungen trifft dies beispielsweise auch auf die verschreibungspflichtigen Substanzen Dithranol – ein Antiseptikum – und Fluorouracil zu.

Bei Vorliegen einer Allergie gegen Erdnuss- oder Sojaöl sollte beachtet werden, dass diese pflanzlichen Öle teilweise auch bei der Zubereitung von Salben verwendet werden. Lesen Sie dazu jeweils die Angaben zu den Inhaltsstoffen.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 16.02.2017
  • Autor/in: Redaktion vitanet.de: Dagmar Stefanek-Brandl, Ärztin und Medizinredakteurin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin
  • Quellen: Online-Information des Pschyrembel: www.pschyrembel.de (Stand 2010)
  • A. Bopp, V. Herbst: Handbuch Medikamente, Stiftung Warentest 2002
  • Deutscher Allergie- und Asthmabund e.V.
  • Die gesunde Haut von Reinhard K. Achenbach, TRIAS, 1996
  • Deutscher Neurodermitis Bund e.V. (www.neurodermitis-bund.de)
  • Leitlinien der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft (DDG) et alii: Neurodermitis, AWMF-Leitlinien-Register Nr. 013/027, Entwicklungsstufe: 2 IDA, Stand 04/2008.
  • Deutsche Haut- und Allergiehilfe e.V., Neurodermitis, (www.dha-neurodermitis.de)
  • NeurodermIS – Neurodermitis Informations System der Universitäten Heidelberg und Gießen (http://neurodermitis.dermis.net/content/)
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