Neurodermitis (atopisches Ekzem): Reize durch Ernährung und Allergene meiden

Verschiedene Nahrungsmittel und Allergene können Neurodermitis auslösen oder die Symptome verschlimmern. Dies sind jedoch bei jedem Betroffenen andere – je nachdem, ob eine Allergie oder Unverträglichkeit gegen den Stoff vorliegt.

Lebensmittel als Auslöser

Nahrungsmittel können den Verlauf einer Neurodermitiserkrankung beeinflussen, insbesondere, wenn Nahrungsmittelallergien vorliegen. Ein Zusammenhang zwischen Nahrungsmittelunverträglichkeiten und Neurodermitis ist nicht eindeutig belegt. Dennoch lohnt es sich im Einzelfall zu prüfen, ob der Verzicht auf bestimmte Nahrungsmittel eine Besserung der Symptome mit sich bringt. Beispielsweise können Zitrusfrüchte, Obstsäfte, Alkohol und stark gewürzte Speisen den Hautzustand verschlechtern.

Allergische Reaktionen vermeiden

Allergene können einen neurodermitischen Schub auslösen. Daher empfiehlt es sich, diese weitgehend zu meiden. Beispielsweise sollten keine Haustiere wie Katzen, Meerschweinchen oder Kaninchen angeschafft werden, die durch ihre Haare eine Allergie auslösen können. Einer Allergie gegen Hausstaubmilben kann durch das Verpacken von Matratzen, Decken und Kissen mit einem milbendichten Überzug, dem sogenannten „Encasing“, vorgebeugt werden. Eine Hyposensibilisierung (auch Allergieimpfung oder spezifische Immuntherapie) kann den Körper an einzelne Allergene gewöhnen und so die Allergie lindern oder sogar heilen.

Stillen von vorbelasteten Kindern

Für Kinder vorbelasteter Eltern galt Stillen bisher als der beste Schutz. Neuere Untersuchungen zeigen jedoch das Gegenteil – nämlich, dass Stillen die Entstehung einer Neurodermitis eher fördert. Vorbelastete Kinder können etwa vier Monate lang gestillt werden. Zeigen sich allerdings schon früh Anzeichen wie Milchschorf, der mit zirka drei Monaten auftritt, sollte ein Arzt hinzugezogen werden. Eine Alternative zum Stillen kann hypoallergene Nahrung sein.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 03.06.2013
  • Autor/in: Redaktion vitanet.de: Dagmar Stefanek-Brandl, Ärztin und Medizinredakteurin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin
  • Quellen: Pharmazeutische Zeitung online: Stillen fördert Neurodermitis (http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=medizin6_35_2000)
  • Ärztezeitung online: Stillen schützt Kinder nicht vor Neurodermitis (http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/haut-krankheiten/article/679546/stillen-schuetzt-kinder-nicht-neurodermitis.html)
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