Therapie bei Nasennebenhöhlenentzündung: Pflanzliche Mittel

Um einer Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis) vorzubeugen, können gleich mit den ersten Schnupfen-Symptomen pflanzliche Mittel als Schleimlöser eingenommen werden. Auch bei bestehender Sinusitis haben sich pflanzliche Mittel als Schleimlöser und Entzündungshemmer bewährt.

Zusammenstellungen mit Anis, Thymian, Primel oder Eukalyptus, beziehungsweise Enzian, Schlüsselblume, Sauerampfer, Holunderblüten oder Eisenkraut sind als Kapseln, Dragees oder in Tropfenform erhältlich. Daneben wird bei einer Sinusitis auch die Einnahme von Myrtol (Myrte) empfohlen. Diese bewährten pflanzlichen Mittel wirken nicht nur schleimlösend, sondern auch entzündungshemmend. Erkältungsbalsam kann bei einer Nasennebenhöhlenentzündung als Einreibung oder als Inhalation angewandt werden.

Hilfe bei Sinusitis: Inhalationen

Die Inhalation warmer Dämpfe lindert die Symptome einer Nasennebenhöhlenentzündung. Zusätzlich können Heilpflanzen wie Kamillenblüten und Kamillenblütenextrakte oder ätherische Öle, zum Beispiel als Tropfen oder Erkältungsbalsam, ins heiße Wasser gegeben werden. Auch Einreibungen mit ätherischen Ölen (Erkältungsbalsam) wirken entzündungshemmend und verbessern die Nasenatmung bei einer Nasennebenhöhlenentzündung.

Erkältungstees gegen Nasennebenhöhlenentzündung

Erkältungstees wirken entzündungshemmend und bringen wohltuende Wärme bei einer Nasennebenhöhlenentzündung. Achten Sie auf die richtige Dosierung. Lassen Sie den Tee ausreichend lange ziehen. Bei den meisten Produkten wird empfohlen, maximal drei bis fünf Tassen am Tag zu trinken, aber höchstens über vier Wochen. Schwangere sollten Rücksprache mit Ihrem Arzt halten. Für Kinder und Kleinkinder gibt es spezielle Kindertees. Bevorzugen Sie zuckerfreie Produkte, sonst besteht Kariesgefahr.
Pfefferminz- und Eukalyptusöl für Kleinkinder gefährlich
Erkältungssalben, -tropfen und -inhalate, die Campher, Cineol (in Eukalyptusöl) oder Menthol (in Pfefferminzöl) enthalten, sind für Säuglinge und Kleinkinder nicht oder nur bedingt geeignet. Außerdem dürfen ätherische Öle bei Säuglingen und Kleinkindern keinesfalls im Bereich von Hals und Gesicht (insbesondere der Nase) aufgetragen werden. Es kann sonst zu Atemnot kommen. Verwenden Sie deshalb für Säuglinge und Kleinkinder nur Produkte, die ausdrücklich für sie geeignet sind und halten Sie sich genau an die Anwendungshinweise.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 11.09.2008
  • Autor/in: Elisabeth Kanz, Apothekerin und Fachjournalistin für Medizin und Pharmazie
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