Hausmittel gegen Nasennebenhöhlenentzündung

Es gibt einige Hausmittel, die die Beschwerden bei einer akuten Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis) lindern können. Bitte beachten Sie: Wenn sich Ihr Zustand auch nach ein paar Tagen nicht bessert, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Denn bleibt eine Nasennebenhöhlenentzündung unbehandelt, kann sie chronisch werden.

Hausmittel 1: Pflanzliche Mittel

Pflanzliche Mittel können helfen, die Symptome einer Nasennebenhöhlenentzündung zu lindern. Bewährt haben sich zum Beispiel Anis, Thymian, Primel, Myrte und Enzian – etwa in Form von Tees.

Hausmittel 2: Salzspülungen

Ein bewährtes Hausmittel bei chronischer Nasennebenhöhlenentzündung ist das Spülen der Nase mit Salzspülungen. Ziehen Sie die Salzlösung jeweils in ein Nasenloch ein, während Sie das andere zuhalten. Anschließend das Wasser mit vorsichtigem Schnäuzen durch Nase oder Mund wieder ausfließen lassen. Alternativ können Sie spezielle Nasenspülkännchen verwenden.

Hausmittel 3: Wärmebehandlung mit Rotlicht

Die Wärmebestrahlung mit einer Infrarotlichtlampe wird von den meisten Patienten mit Nasennebenhöhlenentzündung als sehr angenehm empfunden und eignet sich deshalb gut für die Therapie einer Sinusitis. Empfohlen wird eine Bestrahlungszeit von zehn Minuten täglich. Der Abstand zur Lampe sollte mindestens 50 Zentimeter betragen. Wichtig: Nach der Bestrahlung etwa eine halbe Stunde ausruhen und nicht sofort in die Kälte gehen.

Hausmittel 4: Inhalation

Auch Inhalieren kann bei einer chronischen Nasennebenhöhlenentzündung die Symptome lindern. Der heiße Wasserdampf befeuchtet die Nasenschleimhäute und löst das Sekret.

Geben Sie zwei bis drei Esslöffel Salz in eine Schüssel und gießen Sie heißes Wasser darüber. Der Wasserdampf sollte nicht zu heiß sein, sonst besteht Verbrühungsgefahr. Halten Sie anschließend Ihren Kopf über die Schüssel und bedecken Sie ihn mit einem großen Handtuch, damit der Wasserdampf nicht entweichen kann. Atmen Sie tief durch die Nase ein. Die Inhalation sollte etwa fünf Minuten dauern. Sie können zum Inhalieren auch einen Inhalator verwenden.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 23.02.2017
  • Autor/in: Redaktion vitanet.de: Nina Prell, Medizinredakteurin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin
  • Quellen: Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin: Rhinosinusitis
  • Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie: Rhinosinusitis
  • Zenner, Hans-Peter (2012): Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde
  • Behrbohm, Hans/Kaschke, Oliver/Nawka, Tadeus (2009): Kurzlehrbuch Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde
  • Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie: Rhinosinusitis: http://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/017-049l_S2k_Rhinosinusitis_2011-07.pdf
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