Diagnostik bei einer Nasennebenhöhlenentzündung

Um die Diagnose Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis) stellen zu können, wird der Arzt eine ausführliche Anamnese durchführen. Das heißt, er fragt den Patienten nach seinen Symptomen und dem Krankheitsverlauf.

Treten beispielsweise eitriges Sekret in der Nase, eine verstopfte Nase, Schmerzen beim Vornüberbeugen sowie einseitige Schmerzen im Stirnbereich auf, sind das Hinweise auf eine Nasennebenhöhlenentzündung. Auch ein zweiphasiger Krankheitsverlauf, bei dem der Betroffene zunächst glaubt, einen grippalen Infekt überstanden zu haben, und dann die typischen Symptome entwickelt, spricht für eine Sinusitis.

Körperliche Untersuchung

Anschließend wird der Arzt den Patienten körperlich untersuchen. Beispielsweise drückt oder klopft er leicht auf den Bereich über den Nebenhöhlen. Treten dabei beim Patienten Schmerzen auf, spricht auch das für eine Nasennebenhöhlenentzündung. Meistens kann der Arzt bereits aufgrund der Befragung und der körperlichen Untersuchung die Diagnose einer akuten, unkomplizierten Nasennebenhöhlenentzündung stellen. Nur bei unklaren Fällen oder bei der chronischen Sinusitis sind weitere diagnostische Maßnahmen sinnvoll.
 
Eine Rhinoskopie (Nasenspiegelung) wird durchgeführt, um die Diagnose chronische Nasennebenhöhlenentzündung stellen zu können. Außerdem dient die Rhinoskopie der Vorbereitung von Operationen im Nasenraum und der Differenzialdiagnostik, also dem Ausschluss anderer Erkrankungen.

Abstrich bestätigt Verdacht auf bakterielle Infektion

Meistens wird die unkomplizierte Sinusitis durch die üblichen Erreger wie Pneumokokken oder Haemophilus influenzae verursacht, seltener durch andere Keime wie beispielsweise Staphylokokken. Ein Abstrich des Nasensekrets ist nur bei komplizierten oder chronischen Fällen sinnvoll.

Bildgebende Verfahren nur selten eingesetzt

Mithilfe einer konventionellen Röntgenaufnahme oder einer Computertomografie (CT, Schicht-Röntgen) kann beurteilt werden, ob eine Nasennebenhöhlenentzündung vorliegt oder nicht. Jedoch ist die Strahlenbelastung bei diesen Untersuchungsmethoden zu berücksichtigen. Deshalb kommen sie meist nur bei auftretenden Komplikationen, zur Planung von Operationen, bei einer chronischen Nasennebenhöhlenentzündung oder bei Verdacht auf einen Tumor zum Einsatz.

Ebenfalls möglich ist eine Ultraschall-Untersuchung. Sie ist ungefährlich und einfach durchzuführen, hat jedoch eine erheblich geringere Aussagekraft.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 06.05.2013
  • Autor/in: Redaktion vitanet.de: Christina Landauer, Medizinredakteurin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin
  • Quellen: Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie: Rhinosinusitis (2011)
  • Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie: Rhinosinusitis: http://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/017-049l_S2k_Rhinosinusitis_2011-07.pdf
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