Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis)

Meistens beginnt eine Nasennebenhöhlenentzündung schleichend. Die Symptome einer Sinusitis sind zum Beispiel eine verstopfte Nase, grüngelbes Sekret, Schmerzen im Gesichtsbereich sowie Schmerzen beim Bücken.

Frau mit Schnupfen © Thinkstock
Eine Nasennebenhöhlenentzündung, auch als Sinusitis bezeichnet, tritt häufig im Anschluss an einen ganz banalen Schnupfen auf. Die durch Erkältungsviren vorgeschädigte Schleimhaut kann sich nicht mehr ausreichend gegen Krankheitserreger wehren. Zudem bilden die geschwollenen Nasenschleimhäute eine Barriere, sodass der Schleim nicht abfließen kann. Für Krankheitserreger ist dies ein idealer Nährboden. Häufig nisten sich Bakterien ein und dringen bis in die Nasennebenhöhlen vor, die mit dem Naseninneren in Verbindung stehen.

Beschwerden der Sinusitis können chronisch werden

Je schneller eine Nasennebenhöhlenentzündung behandelt wird, desto besser sind die Heilungschancen. Unbehandelt können die Beschwerden dagegen chronisch werden. Von einer akuten Sinusitis spricht man, wenn die Symptome bis zu zwölf Wochen anhalten und dann vollständig verschwinden. Ein länger dauernder Verlauf spricht für eine chronische Nasennebenhöhlenentzündung. Deshalb sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden, wenn die Beschwerden länger anhalten. Meist kann er die Diagnose relativ schnell anhand der eindeutigen Symptome einer Sinusitis stellen.

Eine akute Sinusitis ist in der Regel eine klinische Diagnose, das heißt, der Arzt kann sie schon anhand der Krankengeschichte und der Symptome stellen. Erst für die Diagnostik einer chronischen Sinusitis sind weiterführende diagnostische Maßnahmen sinnvoll.

Eine Nasenspiegelung (Rhinoskopie) ermöglicht es dem Arzt, in das Innere der Nase zu sehen. So kann er eine gerötete und geschwollene Nasenschleimhaut erkennen. Gegebenenfalls kann auch ein Abstrich des Nasensekrets gemacht werden, um die Bakterien zu identifizieren, die die Nasennebenhöhlenentzündung ausgelöst haben. Meist sind das Pneumokokken oder Haemophilus influenzae.

Arzt entscheidet, welche Therapie sinnvoll ist

Ist die Diagnose Sinusitis sicher, entscheidet der Arzt, ob der Patient Antibiotika oder andere Medikamente einnehmen soll. Bei der Therapie einer akuten wie einer chronischen Nasennebenhöhlenentzündung können je nach Befund auch abschwellende Mittel, pflanzliche Mittel sowie Salzlösungen eingesetzt werden.

Nicht nur ein Erkältungsschnupfen, auch allergischer Schnupfen kann eine Nasennebenhöhlenentzündung nach sich ziehen. Dann richtet sich die Behandlung ursächlich gegen die Allergie. Dafür muss allerdings erst herausgefunden werden, welches Allergen für die allergische Reaktion verantwortlich ist. Meist wird dies mithilfe eines Pricktests ermittelt.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 06.05.2013
  • Autor/in: Elisabeth Kanz, Apothekerin und Fachjournalistin für Medizin und Pharmazie; Vitanet-dsb, Vitanet-gg; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin
  • Quellen: Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie: Rhinosinusitis: http://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/017-049l_S2k_Rhinosinusitis_2011-07.pdf
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