Die richtige Pflege der Nägel

Knipsen, Schneiden, Feilen oder Cremen – die richtige Nagelpflege ist gar nicht so einfach. Was sollte man bei brüchigen oder eingerissenen Nägeln beachten? Mit den richtigen Tipps, abgestimmt auf Ihren Nageltyp, pflegen Sie Hände und Füße gesund und schön.

Frau feilt ihre Fingernägel © Thinkstock

Die Länge zählt

Kürzen Sie Ihre Finger- und Fußnägel bis zur Kuppe. Schneiden Sie die Nägel aber nicht zu kurz, da sie sonst einwachsen können. Fußnägel sollten gerade abgeschnitten werden: So können die Kanten der Nägel die zarte Haut nicht verletzen oder einwachsen. Runden Sie die Ecken nach dem Schneiden leicht mit einer Feile ab. Bei sehr harten Nägeln können Sie vorher ein Hand- oder Fußbad nehmen. So weichen die Nägel auf und lassen sich leichter kürzen. Weiche, rissige oder brüchige Nägel hingegen sollten Sie auf keinen Fall vorher baden. Trocknen Sie Ihre Fingernägel vor dem Feilen und Schneiden immer gut ab. Denn aufgeweichte, aufgequollene Fingernägel werden beim Kürzen leicht beschädigt. Übrigens: Fingernägel wachsen schneller als Fußnägel. Sie müssen häufiger geschnitten werden.

Schneiden, knipsen oder feilen
Experten raten, Fingernägel ausschließlich zu feilen. Der Grund: Schere oder Nagelklipper können kleine Risse verursachen, die den Nagel aufspalten. Nur in Ausnahmefällen, beispielsweise wenn ein Nagel eingerissen ist, darf geschnitten oder geknipst werden. Sandblattfeilen sind besonders bei brüchigen Nägeln geeignet. Sind die Nägel kräftig und fest, können Sie auch Diamantfeilen verwenden.

Nagelfeilen haben zwei verschieden körnige Seiten. Mit der groben Seite werden die Nägel gekürzt, die feinere Seite wird zum Glätten verwendet. Wichtig: Feilen Sie immer nur in eine Richtung – vom Rand zur Nagelspitze.

Klein aber fein: die Nagelhaut

Bei der Maniküre sollte auch die feine Haut am Ansatz der Nagelplatte Beachtung finden. Das Nagelhäutchen immer sehr vorsichtig zurückschieben. Am Besten weichen Sie das Häutchen vorher mit einem Nagelhautentferner auf und schieben es dann mit einem Rosenholzstäbchen zurück. Das verhindert, dass Sie die feine Haut verletzen. Vorsicht: Schneiden Sie die Nagelhaut niemals mit einer Schere zurück – sie wächst nur noch viel dicker nach.

Hilfe für „Problemnägel“

Was tun bei weichen oder brüchigen Fingernägeln? Wie gehen Verfärbungen wieder weg und woher kommen Furchen und Rillen in den Nägeln?

Pflege bei Krankheit

Einige Erkrankungen – zum Beispiel Diabetes mellitus und verschiedene Durchblutungsstörungen – fordern eine besonders sorgfältige Nagelpflege. Oft leiden die Betroffenen an Empfindungsstörungen an Händen und Füßen.

Empfehlenswert ist in diesen Fällen, Mani- und Pediküre regelmäßig von einem ausgebildeten Spezialisten durchführen zu lassen. Das verringert beispielsweise die Entstehung eines diabetischen Fußes. Patienten oder Heimbewohner, die selbst nicht in der Lage sind, ihre Nägel zu pflegen, können diese Aufgabe dem Pflegepersonal der Klinik oder des Heimes übergeben. Häufig übertragen Kliniken, Alten- oder Pflegeheime diese Aufgabe auch an ausgebildete Fachkräfte.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 08.06.2015
  • Autor/in: Redaktion vitanet.de: Anja Dolski, Medizinredakteurin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin.
  • Quellen: Nagelatlas, Diagnose und Therapie von Nagelerkrankungen, Maria Zabel, ViaVital Verlag, 2009
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