Therapie bei Muskelverspannungen im Rücken

Wenn Sie chronische Muskelverspannungen im Rücken oder Rückenschmerzen haben, sollten Sie einen Arzt aufsuchen.

Wenden Sie sich an einen Arzt, wenn
  • Sie starke Schmerzen haben
  • Sie ein Taubheitsgefühl in Armen oder Beinen bemerken
  • die Bewegung stark eingeschränkt ist
Achten Sie auf Ihre Körperhaltung. Manchmal bessern sich die Beschwerden durch „rückenstärkende“ Maßnahmen (Gymnastik, Bewegungspausen). Ist die Diagnose sicher und die Ursache bekannt, kann man nach Rücksprache mit dem Arzt auch selbst behandeln.

Dazu eignen sich beispielsweise wärmende Mittel oder schmerzlindernde Einreibungen. Beide wirken Schmerzen entgegen und durchbrechen so den Teufelskreis aus Verspannung und Schmerz. Muskelrelaxantien lockern die Muskulatur und damit auch Verspannungen. Sie dürfen jedoch nur kurzfristig eingesetzt werden. Bei Injektionsbehandlungen werden Medikamente unter die Haut gespritzt und wirken direkt am Ort des Geschehens.

Verspannungen der Rückenmuskulatur können auch mit Massagen behandelt werden. Die Massagegriffe fördern die Durchblutung und lindern Schmerzen. Zudem können eine Wärme- oder eine Wassertherapie helfen. Zur Wärmetherapie zählen beispielsweise Fangopackungen, Rotlicht oder Heißluftkissen, zur Wassertherapie Rheuma- oder Stangerbäder. Auch pflanzliche Mittel können gegen Verspannungen der Rückenmuskulatur eingesetzt werden.

Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten und Gegenanzeigen

Grundsätzlich kann es bei der gleichzeitigen Anwendung von mehreren Arzneimitteln zu Wechselwirkungen kommen. Bei bestimmten Krankheiten und gesundheitlichen Störungen dürfen manche Medikamente überhaupt nicht eingenommen werden. In jedem Beipackzettel finden Sie dies unter dem Begriff Gegenanzeigen. Angaben zu den einzelnen Produkten finden Sie im Beipackzettel. Manche Mittel eignen sich nur für den kurzzeitigen Gebrauch.

Schmerzlindernde Einreibungen nicht großflächig anwenden

Wenn Sie schmerzlindernde Cremes, Salben oder Gele anwenden, sollten Sie nur die verletzten Körperstellen behandeln. Die Haut sollte dabei in der Regel unversehrt sein. Bei großflächiger Anwendung über längere Zeit können die Wirkstoffe in größerem Umfang in die Blutbahn gelangen. Dadurch kann der ganze Organismus beeinträchtigt werden und es kann zu Nebenwirkungen wie beispielsweise Magen-Darm-Störungen kommen. Die Wirkung anderer Medikamente kann zudem beeinträchtigt werden. Werden nur kleine Hautbezirke behandelt, bleibt die Wirkung lokal beschränkt.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 06.03.2013
  • Autor/in: Elisabeth Kanz, Apothekerin und Fachjournalistin für Medizin und Pharmazie; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin.
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