Muskelverspannungen im Rücken

Rückenschmerzen werden meist nicht durch Erkrankungen an der Wirbelsäule oder den Bandscheiben ausgelöst. Wesentlich häufiger sind es Muskelverspannungen im Rücken, die zu Rückenschmerzen führen.

Frau mit Rückenschmerzen im Büro © iStock

Ursachen für Muskelverspannungen im Rücken

Die Ursachen für Muskelverspannungen im Rücken sind vielseitig. Menschen, die am Schreibtisch sitzen, sind besonders gefährdet. Fehlhaltungen durch zu langes Sitzen, aber auch psychische Belastungen durch Stress erhöhen die Reizbarkeit bestimmter Nerven. Diese erregen dann die Muskelzellen, die Muskulatur wird angespannt – es  kommt zu Rückenbeschwerden. Aber auch andere Ursachen können zu Verspannungen der Rückenmuskulatur führen, etwa Übergewicht oder zu schwach ausgebildete Rücken- und Bauchmuskeln.

Die Anzeichen für Muskelverspannungen im Rücken

Meist führen Muskelverspannungen im Rücken zu eingeschränkter Beweglichkeit. Je nachdem, welche Muskeln im Rücken betroffen sind, führt das zu Schmerzen im Nacken, Schulter, Rücken oder Kreuz. Auch Kopfschmerzen werden häufig durch Verspannungen im Rücken verursacht.

Die Therapie von Muskelverspannungen im Rücken

Zur Behandlung der Muskelverspannungen stehen eine ganze Reihe von Möglichkeiten zur Verfügung: Als medikamentöse Therapie eignen sich wärmende Mittel, Schmerzmittel oder Muskelrelaxanzien. Als Injektionstherapie werden Medikamente auch direkt unter die Haut gespritzt. So wirken sie gezielt dort, wo sich die Verspannung befindet. Darüber hinaus bieten sich auch Massage an sowie andere physiotherapeutische Maßnahmen – etwa Wärme- und Wassertherapie.

Auch pflanzliche Mittel, beispielsweise Beinwell und Teufelskralle, haben sich in diesem Zusammenhang bewährt – Bewegungsübungen unterstützen die Therapie. Auch das Erlernen der richtigen Sitzposition oder des korrekten Anhebens und Tragens von Lasten dient der Entlastung der betroffenen Muskelpartien.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 18.06.2018
  • Autor/in: Elisabeth Kanz, Apothekerin und Fachjournalistin für Medizin und Pharmazie; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin.
  • Quellen: Oldenkott, Paul: Rückenschmerzen wirksam lindern und vorbeugen, Trias
  • Bundesärztekammer (BÄK), Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV), Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF). Nationale VersorgungsLeitlinie Nicht-spezifischer Kreuzschmerz – Kurzfassung, 2. Auflage. Version 1. 2017 [cited: 2018-06-05]. DOI: 10.6101/AZQ/000377. www.kreuzschmerz.versorgungsleitlinien.de.
  • Chenot JF, Greitemann B, Kladny B, Petzke F, Pfingsten M, Schorr SG: Clinical practice guideline: Non-specific low back pain. Dtsch Arztebl Int 2017; 114: 883–90. DOI: 10.3238/arztebl.2017.0883
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