Muskelkrampf

Die Muskeln spannen sich unwillkürlich und heftig an: Ein Muskelkrampf kann äußerst unangenehm und sehr schmerzhaft sein. Der betroffene Muskel ist hart und lässt sich kaum noch bewegen. Besonders häufig sind Krämpfe in den Waden, Oberschenkeln, Füßen oder Händen. Betroffen sein können übrigens aber auch Muskeln der Hohlorgane, etwa Magen oder Gallenblase.

Die Ursache für Muskelkrämpfe

Die gestörte Erregungsübertragung vom Nerv auf den Muskel ist Ursache für einen Muskelkrampf. Ausgelöst wird sie hauptsächlich durch einen nicht ausgeglichenen Elektrolythaushalt. Wird der Körper über längere Zeit beispielsweise einer sportlichen Belastung ausgesetzt – etwa bei einem Marathonlauf – verliert er über den Schweiß eine große Menge an Mineralien. Das hat eine verstärkte Krampfneigung zur Folge. Elektrolythaltige Getränke helfen deshalb, Muskelkrämpfen vorzubeugen.

Behandlung eines Muskelkrampfs

Wenn Sie einen Muskelkrampf haben, können Sie die schmerzhafte Kontraktion vorsichtig mithilfe von Dehnübungen wieder lösen. Danach sollten Sie den Muskel mit entsprechenden Übungen lockern. Eine leichte Massage der betroffenen Körperregion sowie Einreibungen mit durchblutungsfördernden Salben erleichtern ebenfalls die Entspannung. Da die Ursache der Krämpfe meist ein Mineralstoffmangel ist, können außerdem entsprechend angereicherte Getränke helfen. Elektrolythaltige Getränke vor oder während eines Wettkampfs oder einer starken Belastung können Muskelkrämpfen vorbeugen.

Magnesium bei Muskelkrämpfen

Magnesium sollten Sie allerdings nicht kurz vor oder während einer Belastung in großen Mengen einnehmen, denn es hat in höheren Dosen eine abführende Wirkung. Sportler sollten deshalb lieber auf eine magnesiumreiche Ernährung achten (Haferflocken, Vollkornprodukte, Weizenkeime, Brokkoli). Eine weitere Möglichkeit: Nehmen Sie vor einem Wettkampf über eine längere Zeit Magnesiumtabletten aus der Apotheke ein.

Muskelkrämpfen vorbeugen

Darüberhinaus gibt es eine Reihe von zusätzlichen Maßnahmen, die dabei helfen, Muskelkrämpfe zu vermeiden:

  • Vor dem Trainingsbeginn immer ein paar Minuten Aufwärmen.
  • Übernehmen Sie sich beim Sport nicht. Wenn Sie Ihre Leistung steigern möchten, verlängern und intensivieren Sie Ihr Training nur nach und nach in kleinen Etappen.
  • Trinken Sie ausreichend, vor allem bei hohen Temperaturen.
  • Meiden Sie Alkohol, er erhöht in den Muskeln das Risiko für Krämpfe.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 05.07.2012
  • Autor/in: Beatrix Deiß, Medizinredakteurin; Nina Prell, Medizinredakteurin; medizinische Qualitätskontrolle: Cornelia Sauter, Ärztin.
  • Quellen: Wessinghage, Thomas/ Feil, Wolfgang/ Ryffel, Jacqueline: Sportverletzungen von A-Z. Gesundheitscoach. Karl F. Haug Verlag in MVS Medizinverlage Stuttgart, 2009.
  • Plesch, Christian/ Sieven, Rainer, Trzolek, Dieter: Handbuch Sportverletzungen. Meyer & Meyer Verlag, Aachen 2009.
  • Sportunfälle – Häufigkeit, Kosten, Prävention. Von Gläser, Heribert, (ARAG Allgemeine Versicherungs-AG), Henke, Dr. rer. nat. Thomas (Ruhr-Universität Bochum, Lehrstuhl für Sportmedizin). Herausgeber: ARAG Allgemeine Versicherungs-AG.
  • Deutsche Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention (DGSP): 10 Goldene Regeln für gesundes Sporttreiben, 2004.
  • Deutscher Olympischer Sportbund, www.richtigfit.de
  • Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V., www.dge.de
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