Muskel- und Gelenkschmerz: Therapie mit Naturheilmitteln

Auch Naturheilmittel eignen sich zur Behandlung von Muskelschmerzen und Gelenkschmerzen (Rheuma).

Heilpflanze Beinwell © Thinkstock
Brennnesselextrakte wirken schmerzlindernd. Ihre Wirkung tritt langsam ein. Sie sind deshalb nicht zur Akutbehandlung geeignet, können jedoch gut in Kombination mit einem synthetisch hergestellten Schmerzmittel angewendet werden.

Beinwell wirkt entzündungshemmend, schmerzlindernd und durchblutungsfördernd. Sie können auch Naturheilmittel mit Campher, Menthol, Fichtennadel- und Latschenkieferöl gegen Rheuma anwenden. Sie sind Inhaltsstoffe des Franzbranntweins, einem klassischen Hausmittel gegen Muskel- und Gelenkschmerzen.

Extrakte der Teufelskralle werden als Kapseln oder Tabletten eingenommen und können Entzündungen hemmen.

Allerdings können Naturheilmittel bei rheumatischen Erkrankungen keine Basistherapie mit Arzneimitteln ersetzen. Sie können das Wohlbefinden zwar steigern und die Schmerzen lindern, wissenschaftlich ist aber nicht nachgewiesen, dass sie eine Wirkung auf den Verlauf der Krankheit haben. Außerdem können auch Naturheilmittel unerwünschte Wirkungen haben – etwa eine allergische Reaktion auslösen oder die Aufnahme und Wirkung anderer Arzneimittel beeinflussen. Daher sollten Sie diese Mittel nicht in Eigenmedikation – ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt – einnehmen.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 09.05.2018
  • Autor/in: Christina Wiener, Medizinredakteurin, vitapublic GmbH; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin
  • Quellen: Deutsche Rheuma-Liga Bundesverband e.V.: Online unter www.rheuma-liga.de, Stand: 23.05.2018.
  • Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie e.v.. DGRh Leitnlinien (federführend). Online unter: www.dgrh.de, Stand: 23.05.2018.
Suche nach Netzwerk- & Servicepartnern
Zertifizierung