Medikamente gegen Muskel- und Gelenkschmerz (Rheuma): Schmerzmittel

Schmerz- und entzündungshemmende Einreibungen werden bei Rheuma gegen Verschleißerkrankungen der Gelenke (Arthrose) und verschiedene Formen des Weichteilrheumatismus eingesetzt.  

Frau reibt Ellenbogen ein © Thinkstock

Wirkung von Schmerzmitteln bei Rheuma

Schmerzmittel mit Wirkstoffen wie Diclofenac, Ibuprofen, Piroxicam und Indometacin wirken bei Rheuma schmerzlindernd und entzündungshemmend. Sie werden neben Rheuma auch bei Rückenschmerzen, Prellungen, Verstauchungen und Zerrungen zur Schmerzlinderung eingesetzt.

Die Schmerzmittel werden als Salben, Gele, Cremes, Lösung oder Spray direkt auf die betroffene Stelle gegeben. Meist gilt die Empfehlung, die Einreibungen drei bis vier Mal täglich anzuwenden. Die Schmerzmittel dürfen nicht auf offene Wunden, entzündete Hautstellen oder auf Schleimhäuten aufgetragen werden. Nach der Anwendung sollten Sie gleich die Hände waschen, damit die Arzneimittel nicht in die Augen gelangen.

Schmerzlindernde Einreibungen bei Rheuma nicht großflächig anwenden

Wenn Sie bei Rheuma schmerzlindernde Cremes, Salben oder Gele anwenden, sollten Sie nur die erkrankten Körperstellen behandeln. Denn bei großflächiger Anwendung der Schmerzmittel über längere Zeit können die Wirkstoffe in größerem Umfang in die Blutbahn gelangen. Dadurch kann der ganze Organismus beeinträchtigt werden. Es kommt zu Nebenwirkungen – beispielsweise Magen-Darm-Störungen. Zudem kann die Wirkung anderer Medikamente beeinträchtigt werden. Werden nur die von Rheuma betroffenen Hautbezirke behandelt, bleibt die Wirkung lokal beschränkt.

Die Wirksamkeit bei lokal auf die Haut – topisch – aufgetragenen Salben und Cremes ist allerdings nicht sicher nachgewiesen und wird meistens mit dem Placeboeffekt gleichgesetzt. Grund dafür ist, dass die Haut nur in bestimmten Fällen Stoffe hindurchlässt. Dazu zählen Medikamente, die über ein TTS (transdermales therapeutisches System), also ein spezielles Pflaster aufgetragen werden.

Muskel- und Gelenkschmerzen: Schmerzmittel zum Einnehmen

Bei starken Beschwerden helfen Schmerzmittel zum Einnehmen gegen Rheuma. Trinken Sie zur Einnahme von Tabletten, Dragees oder Kapseln immer ein großes Glas Wasser. So kann sich die Wirkung am besten entfalten. Zur Therapie eignen sich Wirkstoffe wie Diclofenac, Ibuprofen, Naproxen oder Acetylsalicylsäure (ASS). Die Wirkstoffe werden allgemein zur Behandlung leichter bis mäßig starker Schmerzen eingesetzt. Zur Einnahme von Schmerzmitteln gilt die Empfehlung: Nicht länger als drei Tage hintereinander oder öfter als zehn Tage im Monat anwenden.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 20.11.2014
  • Autor/in: Christina Wiener, Medizinredakteurin, vitapublic GmbH; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin
  • Quellen: Röther, PD Dr. E./Röther, Dr. J./Peter, Prof. Dr. H. H. (2012): Kriterien zur Diagnose und Klassifikation rheumatischer Erkrankungen (http://dgrh.de/fileadmin/media/Praxis___Klinik/Therapie-Empfehlungen/61798_kriterien_zur_diagnose_und_klassifikation_rheumatischer_erkrankungen.pdf)
  • Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie: Was ist Rheuma (http://dgrh.de/wasistrheuma.html)
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