Medikamente gegen Muskel- und Gelenkschmerz: Wärmende und durchblutungsfördernde Einreibungen

Wärmende und durchblutungsfördernde Salben, Cremes oder Pflaster regen die Durchblutung an und lindern Muskelschmerzen und Gelenkschmerzen (Rheuma). Sie eignen sich bei nicht entzündlichem Rheuma.

Frau cremt Bein ein © Thinkstock
In den entsprechenden wärmenden und durchblutungsfördernden Einreibungen findet man beispielsweise Wirkstoffe wie Nicoboxil und Nonivamid. Beide Substanzen ergänzen sich in ihrer Wirkung. Nicoboxil erweitert die Blutgefäße und wirkt so am Anwendungsort durchblutungsfördernd. Dadurch kann Nonivamid besser beziehungsweise schneller wirken.

Nonivamid ist eine synthetisch hergestellte Substanz, die in ihrer Wirkung dem Cayennepfeffer entspricht. Der Wirkstoff erweitert ebenfalls die Blutgefäße, unterbricht jedoch gleichzeitig die Schmerzweiterleitung der Nervenfasern. Der schmerzlindernde Effekt bei Rheuma kann Stunden bis Tage anhalten. Durch die Gefäßerweiterung entsteht ein wärmendes Gefühl.

Nonivamid wird bei Rheuma nicht nur in Cremes oder Salben verarbeitet, sondern auch in Wärmepflastern. Cayennepfeffer ist die natürliche Alternative zu Nonivamid. Er wird aus Extrakten der scharfen Paprika (Pepperoni, spanischer Pfeffer) hergestellt.
Wichtig:
Nach der Anwendung durchblutungsfördernder Mittel immer gründlich die Hände waschen, damit sie nicht in die Augen gelangen. Die Anwendung darf nicht auf Schleimhäuten, offenen Wunden oder erkrankten Hautstellen erfolgen. Meiden Sie zusätzliche Wärmezufuhr im Schmerzgebiet, wenn Sie Wärmepflaster benutzen. Die Haut kann sonst geschädigt werden. Wärmepflaster dürfen nur über einen kurzen Zeitraum angewandt werden. Achten Sie auf die Dosierungshinweise der Hersteller.

Wirkstoffe wärmender und durchblutungsfördernder Mittel

  • Cayennepfefferdickextrakt
  • Nicoboxil und Nonivamid
Autoren und Quellen Aktualisiert: 20.11.2014
  • Autor/in: Christina Wiener, Medizinredakteurin, vitapublic GmbH; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin
  • Quellen: Röther, PD Dr. E./Röther, Dr. J./Peter, Prof. Dr. H. H. (2012): Kriterien zur Diagnose und Klassifikation rheumatischer Erkrankungen (http://dgrh.de/fileadmin/media/Praxis___Klinik/Therapie-Empfehlungen/61798_kriterien_zur_diagnose_und_klassifikation_rheumatischer_erkrankungen.pdf)
  • Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie: Was ist Rheuma (http://dgrh.de/wasistrheuma.html)
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